Label: 20 Buck Spin
VÖ: 04.09.2020
Stil: Industrial Metal
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BLACK MAGNET ist ein Ein-Mann-Projekt, von James Hammontree, welches es in sich hat. Vorab sei gleich gesagt, wer Industrial Metal feiert, kann gleich zugreifen! Die Platte reiht sich nahtlos in die Vorreiter der 90er Jahre ein und gibt dem Charme der Szene noch einen Touch, von modernerem Sound bei, ohne an die Neumoderne zu denken, wohlgemerkt. Beim ersten Titel „Divination Equipment“ mag man anhand der kurzen Spielzeit an ein Intro denken. Falsch gedacht, denn es geht nach nach einer kurzen, ruhigen Phase, gleich ins Eingemachte und leitet das Album mit viel Power ein.
„Anubis“ mag an „Rob Zombie“s Art erinnern, Songs zu produzieren, aber der Künstler weiß seinen Stil passgenau zu interpretieren. Die Gleichung geht auf. Faszinierend ist, dass alles von einem Künstler stammt und dennoch alles sauber aufgenommen und knackige Songs dabei entstanden sind. Recht selten heutzutage. Auf typische höhenlastige Gitarren wurde hier verzichtet, die ja recht häufig vertreten sind. Jeder Track weist eine unglaubliche starke Tiefe auf, die einen schon mal bis ins Mark vorrücken kann. Die Riffs sind nicht zwar recht einfach gehalten, aber dennoch geschmackvoll und grooven zeitlos vor sich hin. Hier liegt auch die Stärke der Songs. Die Riffs bilden den Leitfaden und der Rest baut sich darauf auf. Klassisches Songwriting im Industrial. Bei „Trustfucker“ merkt man die Einflüsse deutlich. Man kann Vergleiche zu NINE INCH NAILS ziehen. Jedoch ist der Song so eigen geschrieben, dass man hier bei genauerem erst bemerkt. An dieser Stelle sei nochmal auf das Cover hingewiesen. Extrem gut konzipiert und würde sich auffällig, unauffällig in die Reihe der alten Helden einordnen.
Im allgemeinen ist diese Scheibe sehr stark und erreicht mit der Tiefe ein Gefühl des Unwohlseins, der sich jedoch auch positiv auf Menschen ausübt, die dazu gerne feiern. Traumhaftes Feeling eines Interpreten, der sich im Underground zu Hause fühlt.
Anspieltipps:„Neuroprophet“ und „Anubis“
Bewertung: 9,2 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Divination Equipment
02. Anubis
03. Punishment Map
04. Neuroprophet
05. Trustfucker
06. Crush Me
07. Hegemon
08. Walking In The Dark