CD DER WOCHE 2021


Kalenderwoche 19-2021

THE VERY END – Zeitgeist (2021)

Was mir bei vielen Bands im Genre Groove/Melodic Death Metal komplett abgeht ist der Umstand, dass es bei den meisten Veröffentlichungen einfach an Abwechslung fehlt. Nicht so auf „Zeitgeist“. Es wäre The very end zu wünschen, dass sie mit diesem großartigen Album den Ballast der vergangenen Jahre abschütteln und nun richtig durchstarten. Das Rüstzeug ist jedenfalls mehr als vorhanden.


Kalenderwoche 18-2021

ARTILLERY – X (2021)

Überhaupt hatte ich oft das Gefühl, dass sich Artillery auf „X“ gewaltig ins Zeug legten, um ihrem verstorbenen Bandgründer gerecht zu werden und ihn mit Stolz zu erfüllen, während er beim Hören von Granaten wie „Silver cross“, „The ghost of me“ oder „The devils symphony“ breit grinsend in Valhalla sich an Odins Tafel an Methörnern gütlich tut, in dem Wissen, dass sein Erbe fortbesteht und selbst nach 39 Jahren Bandgeschichte keinerlei Abnutzungserscheinungen erkennbar sind. In thrash we trust!


Kalenderwoche 17-2021

VREID – Wild north west (2021)

Vreid sind und bleiben eine der spannendsten Bands im schwarzmetallischen Bereich, sind innovativ, niemals langweilig, wissen, wie man brillante Spannungsbögen aufbaut und diese auch über die gesamte Spieldauer hält, ohne auch nur einen Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen. „Wild north west“ ist ein grandioses Album, welches in diesem Jahr in meinem Poll definitiv Erwähnung finden wird, in welcher Art und Weise auch immer.


Kalenderwoche 16-2021

CRYPTS OF DESPAIR – All light swallowed (2021)

Mit diesem zweiten Album zählen die Litauer für mich zu den großen Überraschungen in diesem Jahr, dieser diabolische Abriss macht einfach mächtig Laune. Dabei ist das Songmaterial fern jeder Monotonie, begeistert mit deftigen Riffexplosionen und einem höllisch finsteren Tiefgang, den man eben nicht jeden Monat von einer Menge anderer Kapellen hört.


Kalenderwoche 15-2021

ENDSEEKER – Mount carcass (2021)

„Mount carcass“ ist erneut ein Manifest, wie man traditionellen Death Metal zu spielen hat und Endseeker scheinen nun ihrem ureigenen Sund gefunden zu haben, der sich zwar immer noch an den Altvorderen orientiert, doch ohne dabei als bloßes Plagiat abgestempelt zu werden. Bei mir steht zwar weiterhin „The harvest“ höher im Kurs, doch der neue Rundumschlag reiht sich knapp dahinter ein.


Kalenderwoche 14-2021

MOTORJESUS – Hellbreaker (2021)

Motorjesus überzeugen mit ihrem neuen Werk „Hellbreaker“ auf ganzer Linie. Großartige eingängige Heavy Rock Songs ohne Firlefanz, sondern schön kompakt und explosiv. Hier muss der Regler einfach voll aufgedreht werden! Dieses starke Stück metallischer Tonkunst sollte sich jeder Liebhaber ins Regal stellen.


Kalenderwoche 13-2021

EVIL DRIVE – Demons within (2021)

Für so einen Brecher wie „Breaking the chains“ würde eine Alyssa Wieauchimmer entgegen ihrer Essgewohnheiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Tankstellenfasan inhalieren. Überhaupt macht es Spaß, diesem kurzweiligen Album immer wieder zu lauschen, weil auch Frontröhre Viktoria zeigt, wie man den männlichen Gegenparts den Schlüpper auf links dreht und sich gekonnt ins Rampenlicht brüllt.


Kalenderwoche 12-2021

RAPTURE – Malevolent demise incarnation (2021)

Du liebes Lieschen! Wie kann es sein, dass die Griechen trotz jetzt drei veröffentlichter Alben bislang unter meinem Radar geflogen sind? Das schreit nach Selbstkasteiung mit Modern Talking später am Abend. FDA Records haben aufs richtige Pferd gesetzt, denn „Malevolent demise incarnation“ ist sowas von unfassbar fett, technisch hochwertig und innovativ, dass mir mehr als einmal bei diesem Juwel die Kinnlade ins Seitenbacher Bergsteiger Müsli fiel.


Kalenderwoche 11-2021

MAGNA MORTALIS – Procreation of the plague (2021)

Nun allerdings schickt sich die seit 2006 existierende Formation Magna Mortalis an, diesen weißen Fleck auf der deutschen Death Metal Landkarte ein wenig auszufüllen, denn ihr drittes Werk „Procreation of the plague“ ist ein ziemlich fesches Ding geworden, dem man(n) ohne zu zögern anerkennend hinterherpfeift.


Kalenderwoche 10-2021

THE CROWN – Royal Destroyer (2021)

So und nicht anders spielt man Death Metal im Jahre 2021. Der reine Wahnsinn! Diese, schwer unterbewertete Band müsste in einer gerechten Welt eigentlich ganz woanders stehen! Aber was ist in dieser Welt schon gerecht? „Royal Destroyer“ ist jedenfalls ein durch und durch perfektes Album, an dem es wirklich gar NICHTS auszusetzen gibt und definitiv der heißeste Anwärter für den Thron der Jahres Top Ten! Wenn es der Chef nur zulassen würde, ich würde 11 von 10 Punkten vergeben!


Kalenderwoche 09-2021

THRON – Pilgrim (2021)

Ich würde mein linkes Ei verwetten, dass Thron eines Tages was extrem Großes wird. Behemoth müssen im Vergleich zu „Pilgrim“ um ihren Thron bangen und alles in die Waagschale werfen, um dieses Meisterwerk zu toppen. Alles andere als die Höchstnote wäre hier ein unentschuldbares Sakrileg.


Kalenderwoche 08-2021

IOTUNN – Access all worlds (2021)

Natürlich gibt es auch einen arschvoll großartiger Death Metal Riffs, die fantastisch von Fredrik Nordström in seinem Studio Fredman knüppelhart in Szene gesetzt wurden und auch die letzten Zweifler davon überzeugen sollten, diesem opulenten und ausschweifenden Meisterwerk mindestens mal ein Ohr zu leihen und sich begeistern zu lassen, so wie es das bei mir tat. Nein, alles andere als die Höchstnote hätte „Access all worlds“ nicht verdient.


Kalenderwoche 07-2021

IRONY OF FATE – Wicked & divine (2021)

Dieser extrem ansteckende Mix aus Melo Death und Thrash, gepaart mit einer großartigen Stimme, hat das Potential zu einem echten Erfolgsmodel zu werden. Irony of fate haben sich mit einem Gewittersturm ins Rampenlicht katapultiert und werden von da in den nächsten Jahren kaum wegzudenken sein. Das Teil ist ein musikalischer Platzsturm in der 95.Minuten des Rückspiels in der Relegation zur Bundeliga. Hammer!


Kalenderwoche 06-2021

DURBIN – The Beast Awakens (2021)

Okay, insgesamt haben wir ein recht feines Album voller klassischen Heavy Metals, der vor allem den traditionell angehauchten Fans dieser Mucke recht gut hereinlaufen dürfte. Das Album fängt genial an und hört auch so auf, nur in der Mitte geht es dann doch oft etwas zu ruhig ab, da hätte ich mir ein paar mehr Kracher vom Kaliber „The Prince Of Metal“ gewünscht. Dennoch kann ich sagen, dass das Album doch ziemlich gut geworden ist. Ob es der Prinz dann irgendwann mal zur Krönung schafft, wird die Zukunft zeigen. Genug Eier dafür hat er auf jeden Fall.


Kalenderwoche 05-2021

ANGELUS APATRIDA – Angelus Apatrida (2021)

Eine Scheibe, auf die ich mich im Vorfeld bereits tierisch gefreut habe, bin ich doch glücklicher Besitzer aller Scheiben von Angelus Apatrida auf Vinyl, zu denen ich bei Kauf von der Band persönlich damals einen schicken Beutel geschenkt bekam, der noch heute seinen Dienst bei den wöchentlichen Einkäufen verrichtet. Ja, ich bin Fan der Jungs aus Albacete aus der Region La-Mancha, in der Don Quichote vergeblich gegen Windmühlen ankämpfte, so wie ich seit Jahren mit deren Plattenfirma, doch das ist ein anderes Thema.


Kalenderwoche 04-2021

HARAKIRI FOR THE SKY – Maere (2021)

Mir bleibt nun letztendlich gar nichts anders übrig, als mir die Vinyl - Box zu bestellen und mich exzessiv mit der kompletten Diskographie dieser Band auseinanderzusetzen. Ich bin restlos begeistert von diesem Meisterwerk! KEIN Album passt besser zu der momentan vorherrschenden Stimmung! Grandios!


Kalenderwoche 03-2021

ASPHYX – Necroceros (2021)

Es gibt drei unumstößliche Weisheiten und Konstante im Leben eines jeden Menschen. Zum einen, dass man beim Zusammenbau eines Möbelstücks von IKEA mindestens einmal flucht und den Beelzebub beschwört, dass beim Kochen von Miracoli die Soße auf den Herd spritzt und drittens, dass Asphyx einfach immer und überall abliefern.


Kalenderwoche 02-2021

TASKFORCE TOXICATOR – Reborn in thrash (2021)

Natürlich erfinden Taskforce Toxicator den Thrash nicht neu, doch ihre hier gezeigte Performance und ihre eigene Interpretation macht eine Unmenge an Spaß, bleibt hängen und sollte bei einigen A&R Managern größerer Labels auf offene Ohren stoßen. Ganz starke Visitenkarte!


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