BOLT THROWER

War master (1991)



In Anbetracht der Tatsache, dass am morgigen 23.09.2014 meine absolute Lieblingsband im Berliner SO36, welches nach Bekanntgabe schneller ausverkauft war als die ersten westdeutschen Bananen 1989 in der HO Ostberlins, aufspielen wird, musste ich doch glatt mal linsen, ob Bolt Thrower überhaupt schon in unserer Classic Rubrik vertreten waren…und zu meinem Entsetzen waren sie es nicht! Also schnell mal nachholen…doch mit welchem Album?

In meinen Augen haben die Mannen (und natürlich auch die Frau) aus Coventry nicht ein schwaches oder gar schlechtes Album in ihrer Karriere aufgenommen, was die Tatsache belegt, dass sich die Band 2008 dazu entschloss, ein weiteres Album nicht zu veröffentlichen, weil ihrer Ansicht nach das Songmaterial zu schwach gewesen sei. Aber das nur mal am Rande…

Meine Wahl traf nach langem Überlegen auf das 1991 veröffentlichte Opus „War master“, welches bis heute ein gern gesehener Gast auf meinem Plattenteller ist und auch 23 Jahre nach seinem Erscheinen absolut gar nicht an seiner Genialität und Brillanz eingebüßt hat. Aufgenommen im legendären Slaughterhouse Studio im September 1990, welches (ironischerweise) danach vollständig ausbrannte haben Bolt Thrower auf ihrer dritten LP ihren Sound perfektioniert und sind in danach nie wieder davon abgewichen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Realm of chaos“ musste ich mir diesmal zumindest keine Gedanken darüber machen, ob die Geschwindigkeit von 33 1/3 RPM tatsächlich die Richtige sei und genoss einfach nur diese Reinform des britischen Death Metals, der bis zu diesem Zeitpunkt nicht existent war und den es leider bis zum heutigen Tage (außer von BT selbst) nie wieder gab. Dazu noch ein fantastisches Artwork aus der Warhammer Schmiede, welche ebenfalls das Sleeve verzierten und ein so derbe wummernder Sound, dass das Album des Jahres 1991 schon ziemlich früh feststand.

Gleich der Opener „Unleashed (Upon mankind)“ ist bis heute ein Klassiker sondergleichen und wird in meinen Augen leider viel zu selten live gespielt. Aber auch die folgenden „What dwells within“ (ebenfalls Oberkult), „The shreds of sanity“ oder „Profane creation“, mit dem die erste Seite beschlossen wird, sind Kracher und sollten in jeder Playlist ihre Verwendung finden. „Final revelation“ eröffnet die B Seite, ist allerdings im Vergleich zu allen anderen Songs der in meinen Augen schwächste des Albums, wo hingegen „Cenotaph“ wohl ohne Übertreibung als DER Bolt Thrower Song schlechthin anzusehen ist. Dieses monotone Riff…einfach ein Klassiker, der auf fast allen folgenden Alben Verwendung fand, ist einfach für die Ewigkeit und wird auch in 50 Jahren noch für heftigste Zuckungen sorgen. „War master“ (welches morgen definitiv beim Konzert gespielt werden wird) ist ein ebensolcher Superhit, wo hingegen „Rebirth of humanity“ und das abschließende „Afterlife“ kaum ankommen, trotz ihrer ebensolchen Genialität.

War master“ war zu diesem Zeitpunkt die Quintessenz des Schaffens dieser genialen Band, die bis heute ehrlich, fannnah und einfach nur fantastisch geblieben ist und wohl auch ewig bleiben wird. Und ja, ich gebe zu, dass ich mir nach diesem Album das Bandlogo als Arschgeweih tätowieren lassen wollte…wie peinlich wäre mir das heute!!!



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