MORBID ANGEL

Altars of madness (1989)



Irgendwann in den späten 80ern flog mir eher zufällig der erste Sampler aus dem Hause Earache zu. Die damals noch relativ neue und unbekannte Krachschmiede aus England bewies allerdings in der Folgezeit immer wieder ein Gespür für heute noch legendäre Bands. Entombed, Carcass, Bolt Thrower oder eben Morbid angel, von denen ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie was gehört hatte.

Der Beitrag der Deather aus Florida war „Chapel of ghouls“…ein Song, der mir durch Mark und Bein ging. Zu diesem Zeitpunkt gab es Schweden-Death oder den traditionellen DM wie Autopsy oder Death, doch was hier abging, war bahnbrechend und hat für mich heute einen Stellenwert in Sachen „Veränderung der Musiklandschaft“ wie 1986 Slayers Jahrtausendalbum „Reign in blood“.

Von Tom Morris meisterlich produziert, vereinten Basser und Frontmann David Vincent, die Gitarristen Richard Brunelle und Trey Azagtoth und natürlich Pete Sandoval den traditionellen Todesstahl mit grindigen Blastattacken. Bis dahin ein absolutes Novum, denn so etwas gab es bis Dato noch nie.

Nun begann also meine Suche nach einem vollständigen Longplayer, den ich dann im Herbst 1989 bei WOM (kennt Ihr noch World of music?) endlich fand: „Altars of madness“. Ein brillantes Dan Seagrave Cover, eine brutal drückende Produktion, eine Band, die meine Liebe zum Death Metal manifestierte und natürlich neun Songs, die bis heute größtenteils legendär und unvergleichlich sind. Gleich beim Opener „Immortal rites“, der bis heute zigmal von anderen Bands des Genres gecovert wurde, gibt es textlich sowie musikalisch die komplette Breitseite:

„Gathered for a sacred rite
Subconscious minds allied
Call upon immortals
The oldest ones to intercede
Rid us of our human waste
Cleanse our earthly lives
Make us one with darkness
Enlighten us to our ways”


Bämmm…was habe ich diesen Song vergöttert und millionenmal vor mich her gesungen. Doch nicht nur dieses Geschoss ist heute noch Hauptbestandteil fast eines Jeden Gigs der morbiden Engel, natürlich auch das bereits erwähnte und hochgelobte „Chapel of ghouls“, das nicht minder geile „Visions from the dark side“, „Bleed for the devil“, „Damnation“ oder „Suffocation“…jede einzelne dieser Gaben Luzifers verbreiten bei mir heute noch größte Verzückung. Doch der mit Abstand beste Song ist immer noch „Maze of torment“, bei dessen etwas langsameren Mittelteil David Vicent seine abartigste Leistung vollbringt und dieses Stück so unvergleichlich böse wirken lässt:

“Passing through corridors embedded with
Scars of those who have gone before you
And left their marks
Warning comes to late to save you now
Visions of suffering stab from the inside
You pray for death
Mourning does no good as you can only die once
Souls are being raped by the maze
Lost in these halls... endlessly”


Erneut allerfeinste Kost und heute noch ein gern gesehener Gast in jeglichen Playlists meinerseits. Wer von Euch allerdings dieses Album noch nicht sein Eigen nennen darf, sollte beim Erwerb darauf achten, die Version in seine zombieverseuchten Hände zu bekommen, auf der als Bonus „Lord of all fevers and plague“ enthalten ist. Ein Song, nicht minder genial wie der Rest (wenn nicht sogar einen Tick besser als manch anderer Song) und auch heute noch oft auf Konzerten gespielt.

Morbid angel haben auch danach noch bahnbrechende Werke aufgenommen, für reichliche Kontroversen gesorgt, letztes Jahr ein sehr zwiespältiges Album veröffentlicht und dennoch waren sie immer bei mir präsent. Allein das Spiel von Pete Sandoval, die unvergleichbare Röhre von David Vincent und die göttlichen…äääh…satanischen Leads, Riffs und Soli von Trey Azagthoth machen die Band heute noch zu einem Ereignis, auch wenn Pete schon längere Zeit aufgrund eines Rückenleidens nicht mehr spielen kann. Egal, „Altars of madness“ hat nicht nur bei mir, sondern bei vielen Anderen eine Revolution ausgelöst und dem Death Metal ein neues Gesicht gegeben. Viele Bands versuchen sich heute noch an der Genialität Morbid Angels zu messen…und scheitern meist mehr als kläglich. Diese Scheibe gehört in verflucht jede Sammlung…




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