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FIVE DOLLAR CRACKBITCH

Dehumanization (2014)

Was mir bereits bei One Last Legacy fast passiert ist, wäre fast auch bei den Andernachern von Five Dollar Crackbitch wiederfahren, denn entgegen der anfänglichen Meinung befindet sich auf dem ersten Lebenszeichen des Fünfers weder Metalcore, noch irgendein Mathcore beinflusster Tech-Death Kram, sondern vielmehr eine mehr als geile Harke und ortdentlicher Tritt in die Fresse. Hier gibt es Todesstahl der feinsten Sorte, der originell, abwechslungsreich, saufett produziert und einfach nur granadios ist.

Dehumanization” nennt sich der Rundling, der neben einem einleitenden Intro mit 6 megabolzen aufwartet und einem mächtig die Birne verdreht. Da kommt man sich zeitweise vor wie Linda Blair beim “Exorzist”, so derbe will man die Birne schütteln. Das beginnt schon beim eigentlichen Opener “Written in blood”, der zu Beginn in bester Vomitory Manier groovt wie Sau, um kurz danach wie Hölle aus den Boxen zu ballern. Trotz seiner exorbitanten Länge von knapp sechseinhalb Minuten kommt keine Langeweile auf was dazu führte, dass dieser Song sofort in meine “Faves” Playlist wanderte, in die es nur wirkliche Brecher schaffen. Respekt! “Deathbeat at dawn” hingegen ist schon ein wenig moderner und mit einigen Screams versetzt, was dennoch niemals irgendwelche Vergleich zu Bands wie The Black Dahlia Murder oder Job for a Cowboy aufkommen last, den dafür sind FDCB einfach zu originell. Und selbst wenn die Burschen das Tempo nochmals verschärfen und lospoltern wie bei “Remains of life” bleibt es zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar und differenziert, was zum großen Teil auch der bereits erwähnten Produktion geschuldet ist, die einen internationalen Maßstab hat. “Piece of flesh” besticht durch ein edles Riffgewitter, welches mich ein klein wenig an alte Cryptopsy erinnerte, wo hingegen der erneut mega-groovende Titeltrack mit fantastischen Doublebass Parts überzeugen kann. Das abschließende “Eradication” ist dann eine hyperblastige Angelegenheit, die aber auch hier niemals konfus, sondern vielmehr Frisch und eigenständig klingt. Wat? Schon vorbei? Nochmal die Playtaste gedrückt…

Das Andernach neben der gerade auf der Berliner Woche verliehenen Lenne Medaille für Gartenbau und Gartenkultur auch eine ordentliche Todesblei Kultur hat, beweisen Five Dollar Crackbitch auf’s angenehmste. Sechsmal gibt es ordentlich was auf’s Maul, ohne das es langweilig wird oder irgendwelche Bands auf Teufel komm raus kopiert werden. “Dehumanization” gehört in jede ordentlich Death Metal Sammlung und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch eine Menge von FDCB zu hören bekommen werden, denn ich finde die Band einfach nur vollkommen geil!!!

Bewertung: für den Anfang einfach megageil. 8,8 von 10 Punkten mit Luft nach oben!

Tracklist:
01. Prelude
02. Written in blood
03. Deathbeat at dawn
04. Remains of life
05. Piece of flesh
06. Dehumanization
07. Eradication


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