CD-Reviews A-D

BATUSHKA – Carju Niebiesnyj (2021)

(7.056) Redakteur (8,0/10) Black Metal


Label: Witching Hour Productions
VÖ: 19.03.2021
Stil: Black Metal

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Ein paar Jahre ist es nun schon her das die polnischen Black Metal-Mönche von BATUSHKA ihr großes Schisma erlebten. Daraus erwuchsen zwei Bands, die beide diesen Namen benutzten, die eine geführt von Sänger Bartłomiej Krysiuk, die andere von Gitarrist und Hauptsongwriter des Hit-Debüts „Liturgiya“ Krzysztof Drabikowski. Die öffentlich ausgetragene Schlammschlacht um die Namensrechte ist wohl immer noch nicht entschieden, doch der größte Teil der Fanbase stellte sich geschlossen hinter Drabikowski und stempelte Bart's BATUSHKA als eine bloße leere Hülle in Priesterroben ab, einen Schatten der alten Band, der nur noch zum Geld machen da sei.

Obwohl an diesen Vorwürfen sicher etwas dran ist, zumindest wenn man sich das letzte Album „Hospodi“ im Vergleich zum meisterlichen „Liturgiya“ anhört und die Tiefen des BATUSHKA-Mechstores mit seinen 10000 Sondereditionen für jedes Release ansieht, zählt für mich letztendlich nur die Musik. Selbst eine seelenlose Kommerzmaschine kann unter Umständen Gutes abliefern. Bart's BATUSHKA haben in den letzten Jahren musikalisch doch ordentlich zugelegt. Das aktuelle Release „Carju Niebiesnyj“ ist die zweite EP, die mit dem recht weichgespülten „Hospodi“ aufräumt. Die Songs hier sind merklich ausgereifter und erwachsener und zeigen einen atmosphärischen Tiefgang, den das erste Post-Schisma-Album aus dem Hause Bartłomiej vermissen ließ.

Die sechs Songs, alle simpel als „Pismo“ betitelt bieten dem Hörer eine kurzweilige atmosphärische Reise durch die dunklen Kapitel der russischen Geschichte und mischen den sakralen Black Metal der Band gekonnt mit vielen Tempovariationen und Spoken-Word-Passagen. Langweilig wird es auf „Carju Niebiesnyj“ nie und doch zeigt die Scheibe ein gewaltiges Maß an Kohärenz. Sicher hilft hier auch die Produktion, die zwar klar und deutlich alle Nuancen der Musik transportiert, es aber vermeidet, dabei zu steril zu klingen.

Auch die Performance der einzelnen Musiker ist durch die Bank weg ausgezeichnet. Wenn man bedenkt, dass außer Bartłomiej kein einziges Originalmitglied mehr in der Band ist, muss man echt den Hut davor ziehen, wie dicht man hier an das Feeling von „Liturgiya“ herankommt. Doch trotz aller Weiterentwicklung bleibt Drabikowskis Abwesenheit doch noch merklich. An die unendlichen Höhen des Debüts kommt man noch nicht wieder heran, doch BATUSHKA können wohl durchaus gute Hoffnungen hegen, den ein oder anderen vergrämten Fan mit „Carju Niebiesnyj“ wieder ins Boot zu holen.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Pismo I
02. Pismo II
03. Pismo III
04. Pismo IV
05. Pismo V
06. Pismo VI




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