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FEAR FACTORY – Aggression continuum (2021)

(7.164) Olaf (5,0/10) Industrial Metal


Label: Nuclear Blast
VÖ: 18.06.2021
Stil: Industrial Metal

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Meine Güte, was habe ich Fear Factory mal geliebt. Die „Soul of a ney machine“ konnte ich auswendig, was zur Folge hatte, dass ich bei der 92er Tour, als man für Brutal Truth den Opener (!!!) machte irgendwann von Burton C.Bell das Mikro in die Hand gedrückt bekam und „Scapegoat“ komplett alleine singen durfte. Ja, es kamen auch noch gute Alben wie „Archetype“ und vor allem das über allem thronende „Demanufacture“ Scheibchen, doch irgendwie waren ach solche unfassbaren Rohrkrepierer wie „Obsolete“ oder „Mechanize“ dabei, bei denen ich immer das Gefühl hatte, dass Mastermind Dino keinerlei neue Ideen mehr hat und ein Pferd zu Tode reitet. Dazu kamen Live Peformances, die an Peinlichkeit nicht zu überbieten waren und der Umstand, dass niemand mehr Ur-Drummer Raymond Herrera auch nur ansatzweise das Wasser reichen konnte. Würde das nun mit dem 11.Studioalbm „Aggression continuum“ anders werden“? Um es vorwegzunehmen…NEIN.

Ich gebe zu, dass ich mit einigen Vorurteilen behaftet war, als ich erstmals die Play-Taste betätigte, denn der Beef zwischen Dino und Burton, der einmal mehr im Rauswurf (oderwasauchimmer) des Frontbarden gipfelte, ging mir (und nicht nur mir) gehörig auf die Kette. Doch persönliche Differenzen sollten nicht vom Eigentlichen ablenken, der Musik und da gibt es schon ein paar Ausreißer nach oben, die das Album nicht ganz unerträglich machen. „Recode“ oder „Disruptor“ beispielsweise und wenn ihr die Tracklist seht, werdet Ihr merken, der Olaf war anfangs angenehm überrascht und hoffte auf weitere Großtaten. Doch das war’s dann auch schon, denn an vielen Stellen kam wieder dieses altbekannte Gefühl der inflationären Resteverwertung und dem unbedingten Drang, die Kuh so lange zu melken, wie sie noch Milch gibt. Megafan und Kumpel Thäle, der das Album sogar in der Badewanne genoss, war schier begeistert und überlegt nun, sich neben seinem Wadentattoo das Konterfei des mexikanischen Riffmeisters aufs Steißbein hacken zu lassen. Wenn Ihr mich fragt…bad idea!

Die Scheibe wird sämtliche Charts knacken und Dino ein paar Dollar aufs Konto spülen, die notwendig sein werden, um die Sache mit Burton, der eine ordentliche Leistung auf dem Album zustande bringt, anständig zum Abschluss zu bringen. Für mich als alten Fan ist „Aggression continuum“ einmal mehr der Beweis, dass man manchmal aufhören sollte, wenn es am schönsten ist.


Bewertung: 5,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Recode
02. Disruptor
03. Aggression continuum
04. Purity
05. Fuel injected suicide machine
06. Collapse
07. Manufactured hope
08. Cognitive dissonance
09. Monolith
10. End of line




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