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FROZEN SOUL – Glacial Domination (2023)

(8.378) Maik (7,6/10) Death Metal


Label: Century Media
VÖ: 19.05.2023
Stil: Death Metal






Obwohl in Fort Worth, Texas, die Temperaturen selten bis nie unterhalb des Gefrierpunktes sacken, haben sich die dort hausenden FROZEN SOUL doch ziemlich in frost- und winteraffine Thematiken versenkt, die man sonst eigentlich größtenteils von norwegischen Schwarzmetallern kennt. Dabei fahren die Texaner musikalisch eine ganz andere Schiene.

Der todesmetallische Krieg geht scheinbar unaufhörlich weiter, und wenngleich der Kampfpanzer BOLT THROWER mittlerweile außer Dienst gestellt wurde, walzen sich doch mittlerweile ähnlich gelagerte Kampfmaschinen durch das granatenzerpflügte Schlachtfeld. Eines dieser Kettenfahrzeuge sind FROZEN SOUL, bei denen man trotz ihrer amerikanischen Bauart einige typisch britische Konstruktionsmerkmale ausmachen kann.

Nicht nur die Tatsache, dass FROZEN SOUL genau wie das Schlachtschiff aus Coventry eine Bassistin an Bord hat (die auf dem Foto auch passenderweise ein BOLT THROWER- Shirt trägt), lässt den Gedanken an die eiserne Britenlegende aufkommen. Auch das Songwriting und einige der Riffs zeigen deutliche Merkmale britischen Death Metals. Gerade „Best Served Cold“ erinnert von seinem Anfangsriff an die „World Eater/Cenotaph“-etc-Geschichte.

Nun sind alle Bands, die in diesem Fahrwasser unterwegs sind, dem alteingesessenen BOLT THROWER- Fan, der seinen Göttern nachtrauert, ein ohrgiasisches Hochamt, doch bei FROZEN SOUL will sich die uneingeschränkte Euphorie nicht ganz entfalten. Denn so cool die Bolzenwerfer-Affinität sich auch anfühlt, agieren die Texaner doch teilweise etwas sperrig und können nicht auf ganzer Linie überzeugen.

Was ich etwas vermisse, ist ein gewisses Maß an Eigenständigkeit, welche die Band etwas stärker vom britischen Original abnabelt. Die Riffzitate sind zwar schön und gehen einem rein wie Öl, doch das ist meines Erachtens letztlich zu wenig, um genug Akzente zu setzen. Und so stellt sich dann auch irgendwann ein leichter Plätscherefffekt ein.

Die Songs stampfen größtenteils im selben Tempo durch die Prärie, finden aber ganz selten ein Ziel, welches nicht von anderen Bands, eben auch BOLT THROWER, schon zur Genüge völlig zerstört wurde. Gerade das abschließende „Atomic Winter“ wirkt etwas einfallslos. Das verleiht dem Kettenfahrzeug FROZEN SOUL etwas zu oft den Anschein, etwas orientierungslos über das Schlachtfeld zu kurven. Um in Zukunft größeren Eindruck hinterlassen zu können, sollten FROZEN SOUL öfter versuchen, die eingefahrenen Spuren der vorigen Angriffswellen zu verlassen.

Anspieltipp: Death And Glory“ und „Frozen Soul“


Bewertung: 7,6 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Invisible Tormentor
02. Arsenal Of War
03. Death And Glory
04. Morbid Effigy
05. Annihilation
06. Glacial Domination
07. Frozen Soul
08. Assimilator
09. Best Served Cold
10. Abominable
11. Atomic Winter



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