CD-Reviews H-J

HITTEN – While Passion´s Last (2023)

(8.638) Baka (8,2/10) Heavy Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 24.11.2023
Stil: Heavy Metal






Wenn man den Plattendealer seines Vertrauens aufsucht und sich dann die 80´s Metal Kiste vorzieht sollte genau dort HITTEN´s While Passion´s Lasts“ auffindbar sein. Nun befinden wir uns aber nicht mehr in dieser Haarspray verklebten Ära, sondern in der Neuzeit und da stellt sich die Frage, ob solch ein Album heute noch funktioniert. Vorneweg: So authentisch und originalgetreu diese alte Zeit soundtechnisch aufleben zu lassen und das mit dieser Leidenschaft, ist eine Meisterleistung!

Die Riffs strotzen vor Kraft und Harmonien. Diese präsentieren sich sehr kreativ und voller Spannung, auch wenn an keiner Ecke was Neues geboten wird. Dieses Album könnte wirklich aus den 80´s stammen. Die Gitarrenarbeit ist klanglich sauber und leicht im Hintergrund gesteckt. Dort verreckt sie nicht aber schafft Raum für den Sänger. Bei den Phrasierungen der Vocals könnte man zig Vergleiche anstellen, wie ähnlich er anderen Ära Helden ähnelt, aber das braucht man nicht.

Die Vocals klingen vertraut und dennoch sehr eigen. Textlich bewegt sich der Sänger in typischen Gefilden, die klischeehafter nicht sein könnten. Dem kann man gespalten entgegentreten, denn wäre ja etwas Frische und Innovation doch mal was Schönes. Auf der anderen Seite gibt es wieder die Sparte, dass alles genau so sein muss!

Über die Spielart und Technik der Band gibt es nicht zu bemängeln. Einzig und allein der Sound lässt sich etwas auseinandernehmen. Die Drums sind etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt. Man mag noch alles hören, aber die prägnanten und gelungenen Fills haben mehr Aufmerksamkeit verdient. Zumal die Fettness des Basses dadurch noch mehr zur Geltung kommen würde. Dieser liefert nämlich ordentlich ab und brilliert auch mit gutem Sound. Wenn die Band im Verzerrungsgrad durchspielt, klingt die Platte recht rund und sauber. Wenn aber die Keys und Samples dazu kommen, dann merkt man schon etwas kältere Brüche. Zum Glück reißt der Heavy Sog dadurch nicht ab.

Das wohl mit wichtigste einer Band dieser Gangart sind die fiedelfreudigen Gitarristen. Wer ältere Alben kennt, weiß dass diese hier alles geben und auch den Hang zur Oberliga aufweisen. Man erhält nicht die Art Solo, die einen zur Legende machen oder im Kopf kleben bleiben, aber rein technisch sind das Glanzstücke. Spielart, Sound und Songdienlichkeit haben hier oberste Priorität.

Im Verlauf des Albums sind nur typische schnelle Heavy Nummern zu finden. Da es aber auch ein richtiges Album dieses Stils werden soll, muss eine Ballade her. Der vorletzte Song bietet genau diese an. Diese mag jetzt nicht unbedingt die schnulzigste sein, wie man es gewohnt ist, aber sie zeigt sich gut im Stile der Band und hat seine Berechtigung. Für 80´s Metal Fans eine 10 von 10!

Anspieltipps: „While Passion´s Last“ und „Dark Stalker“           

 


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Prelude To Passion
02. While Passion´s Last
03. Blood From A Stone
04. Mr. Know It All
05. Unholy Games
06. Dark Stalker
07. Truthful Lies
08. Hold Up The Night
09. Where It All Begins
10. Crimetime



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