CD-Reviews H-J

HOME REARED MEAT – Truckstop Terror (2024)

(8.820) Maik (8,1/10) Death Grind


Label: Kernkraftritter Records
VÖ: 29.03.2024
Stil: Death Grind






Manchmal hat man einfach nur Bock, sich krasse Mucke reinzuziehen, die einen nicht mit zigtausend Lix’n’Trix überfordert, sondern einem einfach kräftig die Fresse poliert, und zusammen mit einer gut gekühlten Gerstensaftkaltschale einem die Synapsen freispült. Kommt noch eine Portion schräger Humor dazu, schmeckt das Bier gleich doppelt so gut.

Wem diese Stimmung nicht unbekannt vorkommen sollte, für den habe ich eine gute Nachricht. Zwecks musikalischer Beschallung derartiger Momente haben HOME REARED MEAT soeben ihren neuesten Langspieler eingetütet. „Truckstop Terror“ nennt sich das Scheibchen und bietet ein schönes Gemisch aus Death Metal, Grindcore und Spaß. Natürlich kann man zu der Mucke auch wie blöde herumhüpfen und sich die Nackenwirbel glatt schmirgeln.

Dabei scheinen diversen Bandfotos auch ein bisschen US- Hillbilly- Spirit innezuwohnen, und dass, obwohl HOME REARED MEAT in Niedersachsen beheimatet sind. Wem jetzt bei Death Metal und Hillbilly diverse Filme einfallen, angefangen von „2000 Maniacs“ über „Deliverance“ bis hin zu Undergroundperlen wie „Hillbilly Holocaust“, der ist nicht allzu weit von der Kernkompetenz der Band entfernt.

Denn ab und zu verwöhnen uns die Krachmaten auch mit Anflügen in musikalische Redneckgefilde, und zwar bei den Songs „Dirty Butthole“ und „Booze And Titties“. Natürlich nehmen die Knaben das alles nicht so ernst und zuallerletzt sich selbst. Wie man sich das vorzustellen hat, wie man von einer zahnlosen Ziege kastriert wird, erklärt uns die Band im Song „Spayed By Teethless Goat“. Mehr oder weniger. Oder auch nicht.

Bei all dem Spaß geben sich sägende Deathmetalriffs mit grindigen Passagen ständig die Klinke in die blutverschmierte Hand, während zwei Vocalisten ihre Stimmbänder durch alle Höhen und Tiefen des todesgrindigen Stimm-Massakers treiben und dem massiven Geprügel das grollend-kreischende mit klassischem „Breeee“ überbackene Sahnehäubchen aufsetzen.

Diverse Filmsamples und lustige Spracheinlagen erinnern etwas an MORTICIAN, jedoch sind HOME REARED MEAT vielseitiger, abwechslungsreicher (jaja, das geht bei Death Grind, wenn man es nur wirklich will!). Und lustiger. Besonders das schon erwähnte „Booze And Titties“ macht Laune ohne Ende, wenn man Banjos mag.

„Truckstop Terror“ ist ein schöner Autohof am Highway grindigen Death Metals, der brutal durch die Gehörgänge schraddelt, den Spaßfaktor am Straßenrand aufsammelt und eventuell überfahrenes Getier oder unvorsichtige Passanten auf den nächsten Grill schmeißt. Bon Appetit!

Anspieltipp: „The Man With The Iron Pitchfork“ und „Crop Circles“ und „Booze And Titties“


Bewertung 8,1 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Start Your Day Right
02. Jizzmemberment
03. Rim Decapitation
04. Speak Italian Or Die!
05. The Man With The Iron Pitchfork
06. Home Reared Meat
07. Truckstop Terror
08. Grindhouse
09. Dirty Butthole
10. Spayed By Teethless Goat
11. Downfall
12. Crop Circle
13. Booze And Titties
14. Rearing Farmer Survival Training



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