CD-Reviews N-P

PESTILENTIAL SHADOWS – Revenant (2021)

(7.374) Schaacki (7,0/10) Black Metal


Label: Seance Records
VÖ: 03.09.2021
Stil: Black Metal

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Dass Pestilential Shadows schon eine ganze Weile im Geschäft sind, war mir nicht im Geringsten bekannt. Möglicherweise liegt es daran, dass das australische Exportgut allgemein hierzulande nicht allzu populär ist. Sehr schade, denn was die vier Herren vom sogenannten fünften Kontinent hier zelebrieren, weiß durchaus zu gefallen. Ohne Wissen über ihre Herkunft hätte ich das Quartett wohl eher in Skandinavien gesucht.

Pestilential Shadows liefern sehr aggressiven, druckvollen Black Metal, wie man ihn vor allem von schwedischen und finnischen Bands kennt. Die Kompositionen preschen anständig voran und bauen dank ihrer Melodien zeitgleich eine bitterböse Atmosphäre auf. Doch „Revenant“ kann nicht nur Vollgas. Das wiederrum etwas norwegisch anmutende „Twilight Congregation“ zum Beispiel beginnt erst mal rockend im Midtempo Bereich und schleppt sich zunächst in eben jener typischen Manier dahin, bevor es langsam Fahrt aufnimmt.

Viel mehr als die stilistische Eingliederung in den hohen Norden gibt es dann auch gar nicht zu ergänzen, was allerdings gar nicht abfällig gemeint sein soll. Pestilential Shadows mögen zwar aus der Nähe von Sydney stammen, liefern aber einen gelungenen Querschnitt des nordeuropäischen Black Metals.

Es ist natürlich Phrasendrescherei, wenn ich jetzt wieder mit der Metapher vom „nicht neu erfundenen Rad“ anfange, doch so ist es auch hier nun mal – die Band setzt auf Altbewährtes und macht dies auch sehr souverän. Die Komponenten sind gut gewählt und stimmig zusammengesetzt und die straffe und saubere Produktion fängt dies gut ein.

Als Kritik bleibt dann jedoch, dass ich eine persönliche Note, etwas, an der ich die Band direkt wiedererkenne, fehlt. Und auch den einen Hit, den ich mir explizit anmache, suche ich noch. Dennoch: „Revenant“ mag vielleicht nicht das originellste Album des Jahres sein, aber in dem riesigen Spektrum des skandinavischen Black Metals kann es bestehen – auch wenn es gar nicht von dort stammt.

Anspieltipps: „Twilight Congregation“ und „Beneath the Dying Stars“


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Procession of Souls
02. Hunter and Reaper
03. Twilight Congregation
04. The Sword of Damocles
05. Revenant
06. Beneath the Dying Stars




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