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SEPULCRUM – Lamentation of Immolated Souls (2023)

(8.263) Timo (8,0/10) Old School Death Metal


Label: Chaos Records   
VÖ: 17.03.2023      
Stil: Old School Death Metal   






Diese chilenischen Todesblei Dudes feiern mit „Lamentation of Immolated Souls“ ihren Erstling. Erschienen in Mexiko bei den hier noch nicht so bekannten Chaos Records. Bereits 2020 zeigte die EP „Corpse Dividing Holes” wohin die Reise gehen wird. Dabei sind Sepulcrum ein Zusammenschluss von Mitgliedern der Bands Exinteratus und Hallux Valgus. Gerade letztere haben 2021 bereits ein Debut vorgelegt, das ich persönlich reichlich beachtlich fand. Denn mit „Reflections of Distant Dreams“, kontert man recht garstigen und interessanten Death Metal, der mich doch angenehm an frühe Pestilence, Asphyx bis Cadaver erinnerte, aber auch im eigenen Fahrwasser schwamm. Für Death Metal Nerds, die gern mal in exotischen Gefilden auf Exkursion gehen, sicher ein feiner Tipp. 

Da möchte ich doch gleich die Brücke zu Sepulcrum bilden, denn auch hier lebt sich Nico Miranda von Hallux Valgus vokaltechnisch recht klassisch aus. Auf die Tube drücken die Chilenen dabei zu gern. Die im klassischen Death Metal angesiedelten Songs, gehen schon beim Opener „Orbital Teratoma“ auf Nummer sicher. Dieser wiederum inhaliert dabei auch mal altehrwürdiges uffta uffta, zeigt sich technisch ansprechend, aber umschifft dabei anstrengende Vertracktheit. In Anflügen entdeckt man dabei ein paar wenige Thrash bis schwarzmetallische Streifzüge. Die Marschrichtung ist von Beginn an sehr klar, und lässt keine weiteren Gedankenspiele zu.

So zeigen sich Inputs von frühe Morbid Angel, bis Death und selbstredend die Urgesteine Possessed. Und gehen dabei einen ähnlichen Weg wie die peruanischen Mortem. Allerdings lassen sich auch im folgenden weiter ansprechende Nuancen entdecken. Die Band kopiert dabei nicht stur die Einflüsse der Altvorderen, dies zeigt sich auch im spannend in Szene gesetzten Titeltrack, der mit 2.45min allerdings auch der Kürzeste ist. Weiterhin kann auch das starke „Caustic Inhalation“ punkten, das final einfach zusätzlich zu packen weiß. Ebenso das eher majestätische „Sick Delusion“, das mit seiner dominanten Heavyness, eine kleine Ausnahmestellung des Albums darstellt. Das durchaus belebend ist. Sicher hätte das Album  auch mehr davon vertragen können.

Mit diesem ersten Album zeigt diese südamerikanische Truppe absolut klassischen Death Metal, der auf der gesamten Distanz ordentlich rabiat zu Werke geht. In 40min gibt’s dabei auch kaum Platz zu nörgeln. Auch das gelungene Coverartwork und der überzeugende Sound machen klar, mit Sepulcrum ist zu rechnen. Ihnen ist dabei sehr wohl gelungen klassische Trademarks, mit eigenen Ideen zu vermengen. Ein starkes Album und stellt deswegen auch eine klare Empfehlung für Anhänger des klassischen old school Death Metal dar. 


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST:



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