Q-S

SPIRITUS MORTIS – The Great Seal (2022)

(7.990) Maik (8,9 /10) Doom Metal


Label: Svart Records
VÖ: 16.09.2022
Stil: Doom Metal


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Wer auf klassischen Doom Metal abfährt, braucht nicht unbedingt auf den 18. Novermber warten, wenn die neue CANDLEMASS auf den Markt kommt. Denn mehr als zwei Monate vorher braten uns die Finnen von SPIRITUS MORTIS mit „The Great Seal“ ein Album auf die Horchlappen, welches sich ohne Probleme mit der schwedischen Doomlegende messen kann.

Dabei fahren die Jungs schon etwas im Fahrwasser von CANDLEMASS, aber eben auch nicht erst seit gestern. Genau genommen existieren SPIRITUS MORTIS schon seit 1987 und sind somit die erste Doomband aus Finnland überhaupt. Und dass früher eben nicht wirklich alles besser war, sieht man an der Tatsache, dass die Band zwischen 1990 und 2002 ganze acht (!) Demos rausgehauen hat, bis sie dann 2004 mal ihr Debütalbum veröffentlichen konnten. Siebzehn Jahre ohne offizielles Release und immer noch am Ball, das zeugt entweder von Ausdauer oder dem typisch finnischen Sturkopf.

2018 hat sich die Band mit Kimmu Perämäki einen neuen Vokalisten ins Boot gehievt, der eine ausdrucksvolle und variable Stimme sein Eigen nennt, und zu dieser Art Musik passt wie der berühmte Arsch auf den Eimer. Die Songs spielen im typischen wuchtigen Doomstandard, greifen aber, insbesonders solotechnisch auch in die Heavy Metal-Gefilde und lassen auch siebziger Hardrocksounds einfliessen.

Gerade „Feast Of The Lord“ hat einen ziemlichen Seventies-Touch im Stile von BLACK SABBATH und Epic Bands wie MANILLA ROAD. Okay, der Song entwickelt gerade in der zweiten Hälfte gewisse Längen, die ein wenig in den finnischen Melancholismus greifen, und diesen ziemlich hymnisch getragen ausklingen lassen. „Martyrdom Operation“ hat sogar anfangs etwas von DEEP PURPLE.

Auch das abschliessende „Are You A Witch“ beginnt ruhig und getragen, minimalistisch und düster. Damit wird schon ein wenig Friedhofsatmosphäre und die erfrischende Ausgelassenheit einer Aussegnungshalle aufgebaut, in die nach anderthalb Minuten das harte Doomriffing einsetzt. Dennoch verbleibt der Song in diesem düsteren Ambiente. Gegen Ende klingt das Ganze mit Sprechgesang und Gitarrensolo langsam aus. Der Song hat auch etwas Länge, stellt aber so auch ein passendes Endstück einer Doomscheibe dar. Doch zwischendrin wird es dann auch mal flotter, wie z.B. bei „Vision Of Mortality“.

SPIRITUS MORTIS bieten auf „The Great Seal“ alles, was ein eindringliches Doom Metal- Album braucht. Wuchtige Riffs, die sich mit traurigen Melodien vereinen, eine gewisse sakrale Stimmung und den gewissen apokalyptischen Touch. Dafür ist gerade der Gesang von Kimmu verantwortlich, der sich irgendwo zwischen Messiah Marcolin und Bruce Dickinson einordnet.

Ich war jedenfalls schon von der ersten Videoauskopplung „Death’s Charioteer“ so geflasht, dass ich stante pede darum ersucht habe, diese Platte rezensieren zu dürfen. Und dies war sicher kein Fehler, denn mit „The Great Seal“ stellen sich SPIRITUS MORTIS in die vordere Reihe der Doom- Ereignisse 2022, und müssen da eigentlich nur noch ein Kopf an Kopf-Rennen mit den mächtigen CANDLEMASS fürchten.

 Anspieltipp: „Death’s Charioteer“ und „Martyrdom Operation“


Bewertung: 8,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Puputan
02. Death’s Charioteer
03. Martyrdom Operation
04. Skoptsy
05. Khristovovery
06. Vision Of Immortality
07. Feast Of The Lord
08. Are You A Witch



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