CD-Reviews A-D

THE DEAD DAISIES - Radiance (2022)

(7.980) Olaf (8,4/10) Hard Rock


Label: SPV
VÖ: 30.09.2022
Stil: Hard Rock

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Wisst Ihr, was mich so richtig ankotzt? Kaum werden die Tage kürzer, das Wetter beschissener und die Kälte kraucht einem wieder ins Gebein, bringen die Bands und deren grausame Verbündete in Form des Plattenfirmen Alben auf den Markt, die man einfach im Sommer hören MUSS, um dabei bei diversen Kaltgetränken das Leben und Wetter zu genießen.

So verhält es sich ebenso mit dem neuen Werk aus dem Hause der toten Gänseblümchen (immer noch ein unfassbar geiler Bandname), die mit ihrem neuen und siebten Album in neun Jahren Bandgeschichte einmal mehr dem Sonnengott huldigen und Songs veröffentlichen, die so herrlich rockig bluesig sind, das man fast die Temperaturen vergisst, wenn man völlig beseelt von dieser starken Mucke in Shorts, T-Shirt und mit nem Bierchen in der Kralle auf die Terrasse rennt und sich dabei den Charakter verkühlt.

Radiance“ ist so ein Rattenfänger, der sich für ebensolche Verfehlungen verantwortlich zeigt und einmal mehr die Truppe um Bandgründer David Lowy in absoluter Topform zeigt. Das liegt nicht nur an dem hervorragendem Songmaterial, bei dem man unweigerlich sofort mitwippen muss, sondern vor allem an der grandiosen Performance des Altmeisters Glenn „Jacketkrone“ Hughes, der definitiv nicht wie ein 71jähriger klingt, eher wie ein Mitvierziger, der seine jüngeren Kollegen locker in die Jackentasche verfrachtet.

Klasse von Ben Grosse in L.A. produktionstechnisch in Szene gesetzt, versprühen alle 10 Songs ein herrliches Retro Feeling, wofür unter anderem die tolle Gitarrenarbeit des benannten Bandgründers und seinem kongenialen Partner Doulg Aldritch verantwortlich ist, die bei Songs wie „Shine on“ oder „Not human“ die Kuh extrem hoch fliegen lassen und somit alle Altvorderen vor Verzückung jauchzen lassen. Da stimmt fast alles und auch wenn sich 2-3 Songs auf dem Album befinden, die nicht zu 100% meine Zustimmung fanden, so gibt es immer noch genügend Material, um dieses Album schon jetzt zu einem der besten traditionellen Rock Scheiben des Jahres zu küren.

Ursprünglich stand ich dieser sogenannten „Supergroup“ ziemlich skeptisch gegenüber, doch die Performance dieses Jahr als Support von Foreigner und gerade „Radiance“ beweisen mir, wie unrecht ich doch hatte. Das ist definitiv eine BAND und kein in einem Reagenzglas erschaffenes und lebloses Projekt ohne Halbwertszeit, die so herrlich rocken und rollen, dass man selbst bei 5 Grad und Regen durchaus den Mojito gen Boxen recken sollte.


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Face your fear
02. Hypnotize yourself
03. Shine on
04. Radiance
05. Born to fly
06. Kiss the sun
07. Courageous
08. Cascade
09. Not human
10. Roll on



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