Label: Napalm Records
VÖ: 27.02.2015
Stil: Rock,Metal,Blues,Stoner,Sludge
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Das Rebellentum im Rock´n´Roll Circus hat eine neue Quelle, und diese liegt irgendwo tief in Kansas, denn das was die drei langbärtigen Herren von The Midnight Ghost Train aus Topeka hier mit ihrem mittlerweile 3. Album abliefern, grenzt im Business an großartigen Wahnsinn in Bezug auf Songwriting und Musikalität. „Cold was the ground“ ist nicht nur ein dezent dreckiges mit Südstaatenschlagseite versehenes Rockmonster geworden, nein, ganz nebenbei klingt das Teil auch noch verdammt sexy!
Steve Moss wird mir dabei noch lange in Erinnerung bleiben, denn stimmlich hat der Sänger und Gitarrist mich völlig vereinnahmt. Was immer sich der Junge für Tabak und Drinks zischt, er sollte niemals die Sorten wechseln.
Das Trio aus Kansas verblüfft mit einer monströsen Urgewalt an schmutzig gespielten Sludge-Riffs, rhythmisch in den Wahnsinn treibenden Basslinien und explodierenden Trommelgebolze. Das wirkt keinesfalls abgeklärt oder unnahbar, das hat Stil und ist verflucht heiß! Songs wie „BC trucker“ oder „Arvonia“ liebäugeln mit einer Mischung aus kantigem Blues und schwerfälligem Stoner, unter Einbezug biederer American Gothic Einflüsse. Das Ganze an Southern Rock angelehnt, ergibt ein derart verwaschenes Klangbild, das sich die abgefahrenen Grooves am Rande der Legalität bewegen.
Gelegentlich gibt es richtig straight was auf die Eier, wie mit dem hitzigen „No.227“ bestens vollzogen, dann wiederum geht es äußerst entspannt wie in „The little sparrow“ zu hören, zur Sache. Die Gradwanderung zwischen organischer Heavyness und sanften Klangbildern hat hier Methode und vollzieht sich vor allem glänzend mit den teils bizarr erscheinenden Rhythmuswechseln. Am ehesten könnte man den Bandsound irgendwo in Richtung Eyehategod, Clutch oder Kyuss („Sky Valley“) einordnen.
„Cold was the ground“ ist das was man als einen der EARcatcher 2015 bezeichnen kann, muss und wird! Dieses psychedelisch angehauchte Album lebt mit all seinen Finessen die künstlerischen Vorstellungen dieser drei brillanten Musiker in einer noch undefinierbaren Klasse aus. Great work guys!
Bewertung: 10 points go to Kansas!
Tracklist:
01. Along The Chasm
02. Gladstone
03. BC Trucker
04. Arvonia
05. One Last Shelter
06. The Canfield
07. Straight To The North
08. No. 227
09. The Little Sparrow
10. Twin Souls
11. Mantis
THE MIDNIGHT GHOST TRAIN (2015)
"Cold was the ground" (1.514)































































































































