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THE MOTH – Frost (2023)

(8.549) Timo (9,5/10) Sludge Doom Metal


Label: Exile on Mainstream Records         
VÖ: 22.09.2023                   
Stil: Sludge Doom Metal






Die Hamburger Heavy Sludgies mit dem ersten The Moth Streich für das Berliner Exile on Mainstream Label. Und somit bereits das vierte Album des Trios. Die bereits mit den Vorgängern „And Then Rise“ (2015) und „Hysteria“ (2017) beeindruckend abgeliefert hatten. Den eingängigen, monströs fettriffigen Sludge Doom beschreibt die Band selbst als Kim Wilde meets Bolt Thrower. Dabei ist der Sound in seiner Machart durchaus als eigensinnig zu beschreiben, die Symbiose aus Heavyness und des eindringlichen Gesangstils ist dabei wegweisend und besitzt Ausnahmestellung.

 

Die lyrische Verarbeitung von Schicksalsschlägen ist ein wiederkehrendes zentrales Thema auf „Frost“. Dabei zeigen The Moth eine neue Offenheit und auch Verletzlichkeit, dass das Erlebte und Durchgemachte sehr deutlich wiederspiegelt. Hinter dem rohen Geriffe bietet das Trio reichlich Wiedererkennungswert und eben kein psychedelisches Rumgefummel. Das Album wurde in 24 Stunden live eingetrümmert bei Bombrec Recording. Auf 44 Minuten walzt sich das Hamburger Kiez-Trio wieder über den Fischmarkt. 10 Songs auf den Bollerwagen geschnürt, die es in sich haben. Dabei gehen The Moth weiter unbeirrt ihren eigenen Weg, die Hamburger Riffmaschine läuft dabei auf Hochtouren und begeistert mit blanker und bissiger Heavyness, die ihres Gleichen sucht.

Prächtig eingestimmt wird man dabei gleich mit dem Opener „Me, Myself and Enemy“, ein Song mit einem mächtigen Riffgewitter, das in seiner Art auch deutliche Bolt Thrower Anleihen einbringt, die The Moth sehr gut stehen. Die deftige Riffpower ist absolut packend und nimmt einen sofort mit. Die in „Birmingham“ eingebrachte Melancholie, ein ergreifender Song, der atmosphärisch aber auf seine Art auch bittersüß ist.

Dabei schwingt eine musikalische Schwärze mit, die auch im Black Metal beheimat ist. „Battlefield“ und „Bruised“ überzeugen mit viel Sludge Heavyness und einem packenden Groove. Ein klassischer Doom ist dabei „Cathedral“, der vom Riffing an Saint Vitus erinnert, wie passend, aber bei den melodischen Leads auch Paradise Lost zu „Gothic“ nah ist. Oha, sehr geile Nummer.

 

Der teils filigrane Songbau bei „Hundreds“ ist dabei zusätzlich ein markanter Zugewinn des Albums. Auch hier schimmert eine gut dosierte Schwärze und düstere Note mit. Dröhnende Bässe und beschwörende Giarrensolis passen zum klassisch schleppenden „Frost“. Das im energischen „In The City“ auch mal mit ein paar stimmigen 80er Synth Parts gearbeitet wird, sind schöne Farbtupfer auf dem Viertwerk. Packend sowie überraschende Tempowechsel bei „Dust“ und das düster melancholische „Silent“ setzen den perfekten Ausklang des sehr gelungenen Albums, welches The Moth von dem Gro des Sludge Universums sehr deutlich abhebt.


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. Me, Myself & Enemy
02. Birmingham
03. Battlefield
04. Bruised
05. Cathedral
06. Hundreds
07. Frost
08. In The City
09. Dust
10. Silent




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