CD-Reviews T-V

TRAVELER - Prequel to Madness (2024)

(8.762) Olaf (8,4/10) Heavy/Speed Metal


Label: No Remorse Records
VÖ: 23.02.2024
Stil: Heavy/Speed Metal






Das in Kanada das Bergwasser ein besonderes sein muss, beweist uns seit Jahren eine mehr als innovative und kreative Szene, die gerade erst wieder mit der neuen Striker bewiesen hat, dass im Land des Ahorns der Elch zünftig röhrt. Da wollen Traveler natürlich nicht hintenanstehen und beweisen mit ihrem dritten Album „Prequel to Madness“, dass die Zeitmaschine einmal mehr im Bundesstaat Alberta angedockt hat.

Die fünf Bengels aus Calgary, die alleine mit ihrem Promofoto schon für gute Laune bei mir sorgten, haben sich seit ihrer Gründung 2017 nunmehr mit insgesamt drei tollen Alben in das Gedächtnis des untergrundigen Metal Fans gearbeitet und sollten nun mit dem sogenannten Make-it-or-break-it Album ihre stetig anhaltend nach oben zeigende Formkurve noch weiter in die Höhe schrauben, denn das Teil ist so unterhaltsam, wie Metal nur sein kann.

Schöne zweistimmige Gitarrenläufe, natürlich übermäßig kitschige Texte und gaaanz viele Judas Priest und Queensryche Reminiszenzen, wie man unter anderem bei „Rebels on Earth“ mit seinem zauberhaft cheesigen Refrain oder dem etwas nach „Freewheel burning“ müffelnden „The Law“, bei dem gerade Frontmann Jean-Pierre Abboud all seine Klasse in den Vordergrund stellt. Klar, er ist kein Halford oder Tate, aber seine Stimme hat einen echt hohen Wiedererkennungswert, ist schön mit etwas Dreck behaftet und bringt somit seine Band ziemlich weit nach vorne.

Ich musste natürlich mal in die beiden vorher erschienenen Alben reinlauschen und ja, es gibt einen ungeheuren Qualitätssprung im Songwriting, in der Eingängigkeit und in der Heavyness, was vielleicht auch an der komplett neuen Rhythmus-Sektion liegt, die sich Traveler in den Einbaum gehievt haben und die ihre Sache verdammt gut hinbekommen und der band einen gehörigen Schub nach vorne geben.

Summa summarum attestiere ich den Kanadiern absolute Kurzweil, ein persönliches Verjüngungsprogramm von mindestens 30 Jahren, ohne dabei auch nur ein klein wenig angestaubt zu klingen und mächtig Bumms inne Backen. „Prequel to Madness“ könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden und den hart rockenden Ahornblättern Ruhm und Ehre einbringen. Antesten, aber Dalli!


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Mayday
02. Take the Wheel
03. Dark Skull
04. The Law
05. Rebels of Earth
06. Heavy Hearts
07. No Fate
08. Vagrants of Time
09. Prequel to Madness



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