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WAR ON WOMAN – Wonderful Hell (2020)

(6.607) Marky (8,5/10) Hardcore/Punk


Label: Bridge Nine Rec.
VÖ: 30.10.2020

Stil: Hardcore/Punk

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­Achtung, Achtung, diese Platte ist politisch! WAR ON WOMANs feministische Kampfansage für die Gleichberechtigung von Frauen in allen belangen des Lebens. „Wonderful Hell“ erscheint buchstäblich zur richtigen Zeit, als der Unruhestifter Trump mit der erzkonservativen Juristin Amy Coney Barrett, den höchsten richterlichen Posten besetzt. Umso mehr macht es Sinn, dass sich der Fünfer aus Baltimore, um Sängerin Shawna Potter, abermals für die Frauenechte bei Vergewaltigung, Abtreibung und Verhütungsmittel lautstark einsetzt.

Natürlich befassen sich WAR ON WOMAN auf ihre aktuellen Platte auch mit den ganzen Missständen in den Vereinigten Staaten, die vor allem unter Trumps Regierung noch stärker in Schieflage gerieten. „Wonderful Hell“ ist dementsprechend ein brandaktueller Aufruf an das Volk, jetzt wieder ins Handeln zu kommen, nachdem man in den letzten vier Jahren recht wenig auf höchst politischer Ebene verändern konnte.

Während der textliche Tenor weiterhin die bissige Schärfe der ersten zwei Platten hat, verzeichne ich auf dem neuen Longplayer doch ein vermehrtes Songwriting, das mich bisweilen an eine Band wie Rise Against erinnert. Songs wie die ersten beiden Video Singles „Wonderful Hell“ und „White Lies“ unterstreichen dies. Es regiert weniger der kratzbürstige Rrriot Girrrl Sound der ersten zwei Platten, sondern Sängerin Shawna singt viel mehr mit ihrer klaren Stimme, wobei mehr melodische Gesangslinien herauskommen. Auch sind viele Songarrangements grooviger und abwechslungsreicher gestaltet. Schnellen Punkrock gibt es (nur) noch beim Opener „Aqua Tofana“, oder bei „Seeds“, bzw. mal als eine willkommene Tempoänderung während eines Songs.

Bisherige Fans von WAR ON WOMAN sollen sich durch den modernisierten Sound von „Wonderful Hell“ nicht abschrecken lassen. Die 11 Songs mögen zwar insgesamt etwas weniger aggressiv klingen, textlich hält die Band an ihrer feministischen Kampfansage jedoch wie zuvor unverändert deutlich fest. Somit besteht eine große Chance, dass WAR ON WOMAN ein breiteres Publikum ansprechen könnte, was nur zu begrüßen wäre. Die heutige Zeit braucht Bands mit klarer Aussage, fernab von Verdrängungsmechanismen wie Geschichten über Zauberer oder Drachen!

Anspieltipps: „Wonderful Hell“, „White Lies“ und “This Stolen Land”


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Aqua Tofana
02. Milk and Blood
03. Wonderful Hell
04. This Stolen Land
05. White Lies
06. Big Words
07. Seeds
08. Her?
09. In Your Path
10. The Ash Is Not The End
11. Demon




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