Tja Freunde…wer dachte, Münster kann nur H-Blockxx oder Neaera, der muss sich mit Zodiac eines Besseren belehren lassen, denn statt radioauglichem 08/15 Pop Metal oder der groben Metalcore Keule spielt der Vierer einen völlig unaufgeregten Blues Rock, der teilweise so richtig zum chillen einlädt. Also diesmal nüscht mit Matte kreisen lassen, voll in die Fresse oder 32er Takten, nee, Retrorock is anjesacht…und dir machen die Jungs echt duffte.
„A bit of devil“ heißt das Debüt der Münsterländer und was sie auf diesem 8-Tracker runterzocken, ist ein echter Soundtrack für den nahenden Sommer. Tolle Gitarren, klasse Produktion und mit „Blue Jean Blues“ ein absolut fantastisches ZZ Top Cover, welches im Gegensatz zu den mittlerweile ergrauten Megabärten aus Texas total frisch und eigenständig klingt. Da ist Drive drin, das groovt an allen Ecken und Enden und Frontmann Nick van Delft klingt trotz seiner jungen Jahre wie ein alter Motown Hase aus Chicago. Doch so gut die Scheibe auch ist, irgendwann schlich sich bei mir ein wenig Monotonie ein. Abwechslungsreichtum sieht ein klein wenig anders aus, doch ich glaube kaum, das die Jungs den Anspruch hatten, ein neues Dream Theater Album einzuspielen.
Handwerklich überdurchschnittlich, musikalisch für diese Spielart klasse und für die warmen Tage ein tolles Album. Mir fehlte ein klein wenig Bumms, ein kleines bisschen mehr Karacho. Dennoch ist „A bit of devil“ sicherlich im Bereich Blues Rock eines der besten Alben der letzten Jahre und das Demo des Monats in einer überregional erscheinenden Postille scheint mir durchaus berechtigt. Gut, aber noch ausbaufähig.
Bewertung: 7,4 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Bit of devil
02. Carnival
03. Blue jean blues
04. Horrorvision
05. Assmbly line
06. Thunder
07. Diamond shoes
08. Coming home