CD-Reviews W-Z

ZORNHEYM – The zornheim sleep experiment (2021)

(7.404) Olaf (9,0/10) Symphonic Extreme Metal


Label: Noble Demon
VÖ: 22.10.2021
Stil: Symphonic Extreme Metal





Mensch Leute…bereits jetzt wird es in unserem Monthly Warfare erschreckend eng, denn der Oktober hat eine ganze Menge zu bieten gehabt und anscheinend noch zu bieten. Eine solche Perle kommt über die Ostsee zu uns rübergeschippert, nennt sich „The zornheim sleep experience“ und lädt ganz sicher nicht zum Schlafen ein. Im Gegenteil, denn was die Schweden auf ihrem zweiten Album abfackeln, benötigt die volle Aufmerksamkeit, da man sonst etwas Spannendes verpassen könnte.

Es gibt fette Chöre, Kirchengeläut, verschiedene Stimmen, von brüllend, keifend über sakral bis hin zu operettenhaften Tönen, die aber keineswegs aufgesetzt oder nervig wirken, sondern vielmehr als Stilmittel eingesetzt werden, um die grandiose Mucke von Zornheym perfekt zu unterstützen. Wie kann man denn nun am besten die Mucke des Quartetts um ex-Dark Funeral Sechssaiter Zorn beschreiben und anpreisen, so dass Ihr schleunigst Eure Piepen in diesen phänomenalen Rundling steckt?

Nun, das klingt so, wie Dimmu Borgir heute für viele Ohren klingen sollten, denn trotz der ganzen akustischen Gimmicks verlieren die Kinder des Zorns niemals ihre Härte, ihre Aggressivität und außerdem haben die Jungs mit Bendler die tatsächlich bessere Stimme am Start, der eine schier unfassbare Palette an Emotionen rüberbringt. Vergleicht einfach mal den Opener „Corpus vile“ mit dem rasenden „Dead silence“ oder der musikalischen Kurzgeschichte namens „Keep the devil away“, der mehr Emotionen intus hat als der gesamte Epica Backkatalog.

Einen Sonderapplaus hat aber ex-Demonical Röhrer Sverker Widgren verdient, der es tatsächlich geschafft hat, trotz der Komplexität und den vielen verschiedenen Einflüssen (Spinett, Geigen, das ganze Programm) Zornheym einen Sound auf den Leib zu schneidern, der einem die Birne von den Schultern schießt. Und auch wenn sich die Truppe im Mittelteil bei „Black nine“ und „The veiling of Bettelheim’s eye“ ein wenig verheddern und man zu viel will, macht es dennoch Spaß, sich dieses Schlachtenepos in Gänze reinzutun und bei „Slumber comes in time“ den inneren Drang verspürt, sein Drachenboot zu Wasser zu lassen.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Zornheym gehören ins Pantheon der symphonischen Black/Death Metal Bands und pulverisieren in meinen Augen, respektive Ohren Cradle of Filth und rütteln mehr als gewaltig an meinen Faves von Dimmu Borgir. Tolle Arrangements, knüppelhart und dennoch mit einem arschvoll Ohrwürmern ausgestattet gehört „The zornheim sleep experience“ zu meinen Herbst Highlights und werden mit größter Sicherheit noch einige Runden in meinem Player drehen.


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Corpus vile
02. An evil within
03. Dead silence
04. Keep the devil away
05. Slumber comes in time
06. Black nine
07. The veiling of Bettelheim’s eye
08. The revelation
09. Keep cutting
10. The madness that lurks within (Epilogue)
11. Whom the night brings



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