Aktuelle Meldungen

CD-Reviews W-Z

WITHERED – Verloren (2021)

(7.254) Niclas (8,0/10) Black/Death Metal


Label: Season of Mist
VÖ: 25.07.2021
Stil: Black/Death Metal

Facebook | Metal Archives | Twitter | Kaufen | Spotify | Instagram | Bandcamp





Normalerweise würde man musikalische Neuerscheinungen nicht unbedingt mit Nostalgie verbinden. Wie kann man schließlich nostalgisch sein für gerade erst neu erschienene Songs? Und doch war das der erste Gedanke, den ich hatte, als das neue WITHERED-Album „Verloren“ zum ersten Mal aus meinen Lautsprechern dröhnte. Die drei ersten Alben der Death Metaller aus Atlanta („Memento Mori“, „Folie Circulaire“ und „Dualitas“) liefen bei mir vor zehn Jahren hoch und runter, doch danach wurde es schnell still um die Band und auch das eher mittelmäßige Comeback „Grief Relic“ holte mich nicht wirklich ab.

Verloren“ aber zeigt eine weitaus frischere Band, die nun zu alter Höchstform zurückgefunden hat. Naja zumindest zur Höchstform, denn mit dem alten WITHERED-Sound ist das neue Album nicht eins zu eins vergleichbar. Was auf jeden Fall geblieben ist, das sind die tonnenschweren Riffs, die sich wie zähe Lavaflüsse langsam aus den Lautsprechern ergießen. Die Einflüsse von dreckigem Südstaaten-Sludge sind unverkennbar. In Kombination mit einigen krummen Takten und abrupten Tempowechseln erinnern WITHERED oft mehr an frühe MASTODON (auch aus Atlanta, Zufall?) und INTER ARMA als an reinen Death/Black Metal. Allerdings lässt „Verloren“ ein wenig von der Melodik der alten WITHERED-Alben vermissen und klingt dafür durchweg weitaus brachialer und dreckiger und weniger poliert und atmosphärisch. Dem kommt auch die fette Produktion zugute. Lediglich die Drums könnten in den Blastbeat-Passagen zuweilen ein wenig mehr Punch vertragen.

Die größte Veränderung lässt sich aber bei den Vocals erkennen. Zu den tiefen Growls von Gründungsmitglied Mike Thompson gesellen sich nun auch die höllischen Schreie von Neuzugang Dan Caycedo. Selbst einige Clean-Passagen wie auf dem brachialen Opener „By Tooth in Tongue“ kann man hier finden, wodurch die Vocal-Performance insgesamt um ein Vielfaches abwechslungsreicher und vielschichtiger wirkt als man dies noch auf früheren Platten gewohnt war. WITHERED machen auf „Verloren“ alles richtig und präsentieren sich nach langer Abstinenz als eine Band, die sich noch immer neu erfinden kann, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Diese volle Dröhnung an sludgegetränktem Death Metal sollte man sich diesen Sommer nicht entgehen lassen.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. By Tooth in Tongue
02. The Predation
03. Dissolve
04. Casting in Wait
05. Passing Through…
06. …the Long Hurt
07. Verloren
08. From Ashen Shores





FESTIVAL TIPS 2022



Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist