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H-J

HUMAN PREY (2014)

"Exterminate the worthless"

Ich sammle T-Shirts, wie so viele in unserer Szene, und mittlerweile habe ich es mir angewöhnt, hauptsächlich bedruckte Leibchen von Bands in meinen Schrank zu sortieren, die noch keinen allzu großen Bekanntheitsgrad haben. Da traf es sich beim letztjährigen Stromgitarrenfest prima, dass a) mit Human Prey eine Combo auf den Brettern lärmte, die ich vorher noch nicht einmal namentlich kannte, b) diese ein richtig fettes Shirt im Petto hatten, welches heute noch zu einem meiner absoluten Lieblinge gehört und c) die Jungs die mit Abstand charmantesten Begleiterinnen im Schlepptau hatten, womit auch das Auge zu seinem Recht kam. Das nach dem Gig eine nähere Kontaktaufnahme aufgrund diverser Brutz & Brakel Muntermacher ins Wasser fiel, ist eine andere Geschichte. Schade war nur, dass ich bis dato keinen einzigen Soundfetzen von den Leipziger Krawallmachern in meiner Sammlung hatte…bis jetzt!

Exterminate the worthless“ nennt sich dieser feine Krachmacher, den die Band komplett in Eigenregie eingetütet hat, nun auf die Menschheit loslässt und bei mir die Frage aufwirft, warum sich keine der in Deutschland ansässigen Plattenfirmen gemüßigt fühlt, diese vorzüglichen Grindasseln unter Vertrag zu nehmen? Von den spielerischen Fertigkeiten stehen die Jungs vielen größeren Bands in Nichts nach und beweisen, wie man Deathgrind zu zocken hat, nämlich ohne Rücksicht auf Verluste und immer auf die Fresse! Fette Gitarren, extrem sauber produziert, so dass bei extremsten Gewaltausbrüchen der Marke „Retribution“ oder „Misanthropic appetite“, trotz der Gefahr einer akustischen Konfusion, alle Instrumente präzise herauszuhören sind und keine Gefahr der Langeweile aufkommt, denn selbst wenn man in bester Dying Fetus Manier vor sich hinschlachtet, findet die Band immer wieder Zeit, für groovende und extremst mosh-kompatible Zwischenparts, zu hören bei „A cruel twist of fate“, „Surviving the abortion“ oder dem überragenden „Decapitation of the immortal“. Da zuckt doch das Becken und das Tanzbein schwingt im Takt mit. Die beiden einzigen richtigen Wehrmutstropfen sind einerseits die in meinen Augen doch zu oft eingesetzten Pigsquels, die zwar atypisch für Grind sind, doch manchmal etwas zu überfrachtet und deplatziert wirken (da klingt Fronter und Schwiegermutterschwarm Thomas beim growlen einfach besser) und andererseits, das es zu diesem famosen Pfund Gehacktem kein Coverartwork gibt. Vielleicht erbarmt sich ja noch jemand, den Jungs ein nettes Bildchen auf den Leib zu schneidern, so dass auch das nächste Shirt den Weg in meinen Schrank findet.

Human Prey sind definitiv eine Bereicherung für die bundesdeutsche Extrem-Metal Landschaft und können mit „Exterminate the worthless“ da anknüpfen, wo sie einst beim SGF aufgehört haben und wovon man sich bei den beiden live dort aufgenommenen Bonustracks ein gutes Bild machen kann. („…jetzt geht’s im Kreis, schön langsam!“). Eine Frage aber bleibt im Raum stehen: Was passierte eigentlich mit dem schicken Holzhuhn, welches die Bühne bei besagter erster Kontaktaufnahme im H.O.F. 23 damals zierte?

Bewertung: für den Anfang mehr als beachtliche 8,5 von 10 Punkten

Tracklist:
01. A cruel twist of fate
02. Misanthropic appetite
03. Whorelocaust
04. Sledgehammer facelift
05. Surviving the abortion
06. Decapitation of the immortal
07. Retribution
08. Apocalyptic insurrection
09. Surviving the abortion (Live in Berlin)
10. Apocalyptic insurrection & 19 crippled years (Live in Berlin)


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