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MESSIAH – Fracmont (2020)

(6.428) Patrick (9,0/10) Death/Thrash Metal

Label: High Roller Records
VÖ: 11.09.2020
Stil: Old School Death-/Thrash Metal

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Laut der Pilatussage, wurde der Leichnam des in Rom abtrünnig gewordenen Pontius Pilatus, in einen See bei Luzern, hoch oben auf einem Berg….dem “Fracmont” geworfen. Dort kam der böse Geist allerdings nicht zur Ruhe und trieb es gar schrecklich mit den Menschen. Er brachte den See zum Überlaufen, beherrschte den Wind, das Wetter und schickte Lawinen ins Tal. Von einem, in magischen Künsten erfahrenen Schüler, konnte der ruhelose Geist schließlich bezwungen werden. Seitdem darf er einmal im Jahr, an Karfreitag den See für eine kleine Wanderung verlassen und somit sieht man ihn dann auch heute noch dort am Ufer des Bergsee's sitzen, wo er verzweifelt versucht seine blutbeschmierten Hände zu waschen.

Soviel zum Cover, zur thematischen Ausrichtung und zum Titel des neuen MESSIAH Dampfhammers "Fracmont". Schlappe 26 Jahre nach dem letzten Studiobeweis, dem Album “Underground", melden sich die Schweizer aus dem selbigen zurück. Auch dieses Unterfangen klingt ein wenig nach einer Geschichte aus dem Reich der Sagen, aber glücklicherweise ist das nicht nur eine Erzählung. Nein….MESSIAH sind zurück und haben Bock! Die Zeichen stehen also auf Sturm!

Fast schon episch startet die Band nach einem bombastischen Intro mit dem Titeltrack ins Album und deckt damit schonmal die gesamte Bandbreite des MESSIAH-typischen Sounds aus der Mittelphase der Band ab. Thrashiges und deathiges Riffìng inkl. kurzer Gitarrensoli, raue….angepisste Vocals, ein unbändiger Groove und eine grandios epochale Chorpassage geleiten uns durch diesen mächtigen, fast zehnminütigen Opener, der aber zu keiner Sekunde langweilig wird. Aufgrund der Länge und der Komplexität ein durchaus gewagter und ungewöhnlicher Start in die Platte, aber ein Einstieg nach Maß. Ich bin extrem angefixt, gespannt und hungrig. Ich will mehr!

Eingeleitet durch das Geschrei eines Baby's geht es weiter mit "Morte Al Dente", welches ebenfalls sofort durch seinen enorm geilen Groove (dieser Hall auf der Snare) auffällt. Wer hier nicht wenigstens ein zucken im Bein verspürt, der ist höchstwahrscheinlich tot und sollte sich dringendst untersuchen lassen. Auch hier geben sich wieder dieses Bandtypische Thrash Metal Riffing und feine Death Metal Ansätze die Klinke in die Hand, während der Song permanent von einer unfassbar morbiden Atmosphäre getragen wird. Sowieso wird die Platte hin und wieder durch atmosphärische Parts aufgewertet. Des Öfteren ertönen (kitschfreie) sphärische Keyboardklänge und/oder akustische Gitarren oder Bassläufe. Das schafft zum einen unheimlich viel Abwechslung und andererseits vermag es die Band damit absolut gekonnt, eine dermaßen dichte Atmosphäre zu erzeugen, welche die sinistre Grundstimmung des Werkes zu jeder Zeit unterstreicht.

In dieser absolut genial miteinander verwobenen Schnittmenge aus Death- und Thrash Metal mit permanent extrem viel Groove in den Backen und doomig angehauchten, epischen Passagen geht es über die gesamte Spielzeit des Albums von fast 50 Minuten und dabei gibt es so dermaßen viel zu entdecken. Überhaupt wird "Abwechslung" auf dieser Veröffentlichung ganz großgeschrieben. Diese abartig geile Platte wird auch nach mehreren Durchläufen einfach nicht langweilig. Hier klingt nichts nach altbacken, zufällig zusammengeschustert oder gewollt nach Old School. Dieser musikalische Bastard hier ist die Definition von OLD SCHOOL, welcher den Sprung in die “Neuzeit” fantastisch gemeistert hat. Zu jeder Sekunde atmet man den Geist und den Spirit längst vergangener Tage, ohne dabei die eigenen Frühwerke zu kopieren oder “alt” zu klingen! Das hier ist schlicht und ergreifend geile Mucke! Nach einer so langen Pause….nochmal in Worten.....sechsundzwanzig Jahren, hätte ich den "alten" Männern ein so fantastisches Album in keinster Weise zugetraut.

Schwer begeistert und absolut angetan bin ich auch vom Sound der Platte. Das klingt alles so herrlich schön druckvoll, knackig und rotzig, ohne dabei das nötige und wichtige Quäntchen Old School vermissen zu lassen. Das Schlagzeug kachelt einfach alles weg (ich liebe diese Snare), während Gitarre und Bass in einem nahezu perfekten Soundgewand eine Gratwanderung zwischen "90er Jahre" und "Moderne" einhergehen.

Das ist alles wirklich so wahnsinnig gut gemacht und ich bin völlig hin und weg! Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass wir im Land der Sagen und Geschichten nicht wieder 26 Jahre auf das nächste Lebenszeichen der Schweizer warten müssen. Bei solch derartiger Qualitätsware ist es nämlich definitiv zu früh für Rente! In diesem Sinne…Welcome back MESSIAH!!!

Anspieltipps: „Fracmont“, Singularity“ und „Throne Of Diabolic Heretics“

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Sacrosanctus Primitivus
02. Fracmont
03. Morte Al Dente
04. Urbi Et Orbi
05. Singularity
06. Children Of Faith
07. Dein Wille Geschehe
08. Miracle Far Beyond Disaster
09. My Flesh - Your Soul
10. Throne Of Diabolic Heretics


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