DIE Überraschung des noch jungen Jahres sind für mich die Bengels von Five Dollar Crackbitch, die trotz ihres irreführenden Logos ein gewaltiges Death Metal Brett bohren und mit „Dehumanization“ ein Mini Album rausgehauen haben, an dem sich so manche Genregrößen gerne orientieren dürfen. Mein Reviewfiel dementsprechend enthusiastisch aus und ich musste einfach ein klein wenig mehr über diese fantastische Band, der unbestritten die Zukunft gehört, in Erfahrung bringen. Hier also ein kleiner Smalltalk über meine derzeitigen Newcomer des Jahres.
Freunde...Mit Eurem Logo und Eurem Bandnamen führt Ihr sicherlich viele aufs Glatteis die sich denken: Himmel, schon wieder so ein Metalcore Dreck. Bewusste Taktik?

Bewusste Taktik war es sicherlich nicht, der Bandname hat sich aus einer Bierlaune heraus entwickelt! Wie schon öfters vorgefallen waren wir beim Bernd zuhause am feiern, unterhielten uns über verschiedene Bandnamen, fanden den beim Durchforsten von allerhand klischeehaften Namen noch ziemlich am coolsten und lachen heute noch drüber. Ich denke aber, für den Metalhead ohne Scheuklappen sollte der Name oder das Logo kein Hindernis darstellen sich die Mucke anzuhören und dann zu urteilen!

Bitte gib unseren Lesern mal einen kleinen Überblick über den Bandwerdegang...

Mark und Mariusz spielten damals in einer Deathmetalband namens Disorder, Bernd und Dan in einer Death/Thrash-Band namens Hatedrive. Wir kannten uns schon länger und fragten den Bernd, ob er bei Disorder aushelfen möchte. Irgendwann löste sich Hatedrive auf, Bernd blieb weiterhin bei uns. Somit waren wir schon zu Dritt. Nach ein paar Monaten stieß der Stefan aus einem Nebenprojekt als Sänger dazu. Bernd fragte Dan, ob er Bock hat unser Lineup zu vervollständigen, Dan stimmte zu und stieg als Leadgitarrist ein. 2011 gründeten wir dann zusammen Five Dollar Crackbitch. Am Anfang konzentrierten wir uns nur am Songwriting, doch im Laufe der Zeit haben wir langsam aber sicher unseren Stil gefunden und systematisch ausgearbeitet. Bis dahin haben wir duzende an Songs verworfen und Hektoliter Schweiß vergossen, wir spielten mehrere Konzerte in Umgebung, unter anderem durften wir den Opener für das legendäre DeathFeast Festival machen. irgendwann im Jahre 2013 haben wir uns entschieden ein paar Songs auf einen Rohling zu pressen.

Sprechen wir bei "Dehumanization" eigentlich von einer EP oder einer vollständigen CD?

Wir sprechen von einem Mini-Album hehe! Als wir im Studio waren hatten wir ursprünglich einfach nur vor, ein richtig fettes DEMO aufzunehmen und damit dann bei diversen Labels anzuklopfen. Die Alexandra von
Sabiendas (Review) fragte uns, ob wir Interesse an 'nem Deal mit Bret Hard Records hätten. Wir haben dann die Songs dem Chris (Labelchef) gezeigt, ihm hat's gefallen und nach einem gemeinsamen Treffen war die Sache halt geritzt! Da die Aufnahmen zu dieser Zeit bereits abgeschlossen waren, blieb es leider "nur" bei 6 Songs. Allerdings 6 gute Songs!

Das Teil hat einen schweinefetten Sound, klingt genial produziert und ziemlich teuer. Ich gehe mal nicht davon aus, dass Ihr den großen Sponsor im Rücken gehabt habt, oder?
Nein, alles selbst bezahlt! Das Preis-/Leistungsverhältnis bei Armin (Soundsight-Studio in Hennef) war wirklich sehr fair und er hat ne Menge Liebe und Zeit mit uns reingesteckt! Alle die bisher “Dehumanization” gehört hatten, waren von der Produktion begeistert. Wir sind rundum sehr glücklich mit dem Ergebnis und können ihn nur weiter empfehlen!

Stilistisch, finde ich, seid Ihr relativ schwer einzuordnen. Wenn ich allerdings auf Facebook so Eure Vorlieben sehen taucht immer wieder Misery Index, Benighted oder Shirttechnisch auch Aborted auf. Wer beeinflusst Euch und vor allem warum?

Grob gesagt sind wir alle Musik Fans die auch gerne über den Tellerrand des Metal schauen. Jeder von uns hat eigene Faves, die er gerne hört und die er logischerweise sicherlich später auch im Songwritingprozess mehr oder weniger bewusst einbringt. Uns ist immer wichtig das die Songs eigenständig, aussagekräftig und immer das gewisse „Etwas“ beinhalten. Generell beeinflusst uns eigentlich alles, was ordentlich Bumms hat und auf irgendeine Art originell ist! Das kann die rasende Energie von Aborted, die Epik von Behemoth oder das Durchgeknallte von Benighted sein.

Erzählt doch mal bitte unseren Lesern ein klein wenig über Eure Songs und welcher Thematik sie sich beschäftigen.

"Written in Blood" ist von Tanz der Teufel inspiriert, "Piece of Flesh" von Hostel. Stefan ist ein absoluter Splatterfilm-Nerd...somit ist die Thematik der Songs flott erklärt, hehe! Immerhin spielen wir ja Deathmetal und die Art Texte passt auch einfach gut zu unserer Musik!

Ihr habt ja einen mehr als ordentlichen Start hingelegt. Wie geht's weiter? Was sind Eure Ziele?

Nach dem Release von „Dehumanization“ werden wir uns konzentrieren neue Songs zu schreiben und natürlich möglichst viele Konzerte zu spielen. Unser Album hat weit unsere Erwartungen übertroffen, wir haben nie mit so vielen positiven Stimmen gerechnet, von daher könnten wir nicht zufriedener sein mit der kritischen Aufnahme. Das ist ein Push für das Selbstvertrauen und ich denke, dass wir uns jetzt darauf freuen können neues Material zu schreiben. Wir sind alle voller Energie. Unser Motto fürs 2014 heißt: möglichst viel sehen und möglichst viel erleben! Solange es noch Spaß macht! Cheers!

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