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KARDROZ – Severe Dysfunction (2025)
(9.335) Clemens (7,0/10) Deathgrind
Label: DIY
VÖ: 31.01.2025
Stil: Deathgrind
Post aus Linz? KARDROZ? Keine Ahnung, noch nie davon gehört, aber rein mit der Mukke, los geht’s und kaum getan, wippte ich schon mit Fuß und Kopf im Takt mit. Warum? Die Österreicher wissen ganz genau wie man Death Metal und Grind gekonnt vermischt, zumindest wenn man deren Genrebezeichnung Death Grind neben der Musik mit im Kopf hat.
Hier gibt es eine ordentliche düstere und deathige Breitseite mit der gewissen Portion grindig, rotzigem Groove („Severe Dysfunction“). Das gefällt ordentlich in dieser Kombination, wobei sich hier und da auch die nicht zu verleugneten Black Metal Anleihen mit dazu einmischen und den Mix sogar noch spannender machen („Deformation“, „Rhypophagy“).
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Untermauert wird das Ganze mit dem für den Stil perfekten Sound, welcher ordentlich und Druckvoll produziert durch die Boxen schallt, aber dennoch genügend Raum für Atmosphäre, Ecken und Kanten lässt, sodass es auch alles organisch und mitreißend ertönt, anstatt zu steril und generisch. Da wusste jemand ganz genau wie die Titel zu klingen haben um ihre mitreißende Wirkung zu entfalten.
Sehr schade, dass die Truppe bisher nur EP´s herausgebracht hat, bzw. auch in dem mir vorliegenden Stück knappe 16 Minuten natürlich mehr als nur zu kurz sind um ein genaueres Review zu verfassen. Zumal die Truppe dann natürlich neben kurz und knackig auch beweisen muss, ob sie die Stimmung und Faszination auch auf Länge genau so hinbekommen können. Ich bin gespannt und hoffe das die Truppe da nachlegen wird. Bis dato ist die aktuelle EP ein gutes Stelldichein mit der Truppe, die ich jedem bedenkenlos empfehlen kann.
Anspieltipps: „Severe Dysfunction“ und „Spontaneous Combustion“