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DAUþUZ– Vom schwarzen Schmied (2021)

(7.493) Patrick (8,5/10) Black Metal


Label: Amor Fati Productions
VÖ: 12.11.2021

Stil: Black Metal
 

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Die Minenarbeiter der deutschen Black Metal Szene sind zurück. Direkt aus dem tiefsten Inneren des Berges schieben die beiden Steiger von Dauþuz auf der dreckigen, rostigen Lore die Geschichten „Vom schwarzen Schmied“ ans grelle Tageslicht.

Das neue Album wurde als Konzeptalbum geschrieben und erzählt uns die Geschichte des Minenschmieds. Auf der lyrischen Seite berichtet man uns, wie die Menschheit den Bergbau erlernte und wie ihre Geschichte schließlich zu einem Ende kam. In all den Erzählungen werden die Geschicke der menschlichen Mechanisierung vom Grubenschmied gelenkt, welcher sich aber letztendlich aufgrund der unersättlichen Gier des Menschen von ihnen abwendet. Zum Abschied überlässt er der Menschheit ein Erz, dessen einziger Zweck darin besteht sich letztendlich selbst zu vernichten.

Soviel zur textlich sehr dichten und wunderbar durchdachten Ausrichtung des Albums. Auf der musikalischen Seite steht ein recht episches, treibendes und schwer melodisches Black Metal Gerüst, welches speziell durch die sehr hymnische Gitarrenarbeit vollends zu überzeugen weiß. Meistens im treibenden Midtempo unterwegs, gräbt man sich hier durch acht Kompositionen immer tiefer in den menschlichen Abgrund. Dabei finden Clean Vocals, Akustikgitarren und heroische Chöre genauso Platz wie auch hysterisches Kreischen und die für diese Musik so typische Raserei. Abwechslung wird hier definitiv sehr groß geschrieben und somit ist „Vom schwarzen Schmied“ eine enorm kurzweilige Sache.

Speziell das fünfte Kapitel „Der Bergschmied V: Sagenlieder“ hat es mir mit seiner mystischen Aura und den wahnsinnig Hymnenhaften Chören besonders angetan. Die hochmelodische Gitarrenarbeit unterstützt diesen Song auf eine dermaßen intensive, grandiose und Gänsehaut verbreitende Art und Weise, ohne dabei den Anteil an schwarzmetallischem Einschlag zu vernachlässigen und lässt diesen Song zu einem wahren Kleinod melodischen Black Metals heranwachsen. Ein rundum perfekt inszenierter Song der dunklen Künste!

Das Album geht verdammt gut ins Ohr und für die nötige Härte wurde trotz der z.T. sehr epischen Auslegung gesorgt. Auch die Produktion der Platte weiß vollends zu überzeugen, denn der Sound knallt mitunter doch recht ordentlich aus den Boxen, wobei man aber glücklicherweise nicht den Fehler begangen hat, einen zu sauberen, zu klaren oder gar einen klinisch steril wirkenden Klang gewählt zu haben. Bei all der druckvollen Gewalt, wohnt hier noch jede Menge Dreck und Rotz inne, was der Scheibe einfach unheimlich gut zu Gesicht steht, den Spaß am Hören zusätzlich verstärkt und somit bietet „Vom schwarzen Schmied“ eine knappe Stunde beste Black Metallische Unterhaltung.

Einzig, die vereinzelt eingestreuten Spoken Word Passagen überzeugen mich nicht restlos. Hierfür fehlt es ein bisschen an der dafür so wichtigen narrativen Ausdruckskraft des gesprochenen Wortes, aber das schmälert den gesamten Höreindruck, wenn überhaupt nur sehr marginal.

Für Freunde des melodischen Black Metals ein wirklich feines Sahnestück, an dem man sich so schnell nicht satthören wird. Unbedingt antesten und den Underground supporten!

Anspieltipps: „Der Bergschmied V: Sagenlieder“ und „Der Bergschmied II: Der Eid


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Der Bergschmied I: Mein Berg
02. Der Bergschmied II: Der Eid
03. Der Bergschmied III: Desperatio
04. Der Bergschmied IV: Zauberwerk
05. Der Bergschmied V: Sagenlieder
06. Der Bergschmied VI: Cognitio
07. Der Bergschmied VII: Der Frevel
08. Der Bergschmied VIII: Sargdeckel



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