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EXTREME COLD WINTER – World Exit (2021)

(7.368) Em Zett (9,0/10) Doom/Death


Label: Hammerheart Records
VÖ: 15.10.2021
Stil: Doom/Death

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Sich mit einem neuen Album Gehör und Anerkennung zu verschaffen, ist speziell im Doom-Bereich, aufgrund seiner bekannterweise engen Genre-Grenzen, ein durchaus ambitioniertes Vorhaben. Wie das vortrefflichst gelingen kann, beweisen die Holländer EXTREME COLD WINTER mit ihrem vorliegenden Werk „World Exit“.

Mit dem Hintergrundwissen, dass die Band bereits seit 2009 existiert und deren Mitglieder auch in anderen Konstellationen musikalisch aktiv waren/sind, erstaunt es keineswegs, mit welcher Professionalität und welchem Können hier agiert wird. Einzig der Fakt, dass erst eine EP („Paradise Ends Here“ /2017) zu Buche steht, ist recht ungewöhnlich. Anyway, EXTREME COLD WINTER ist hier nichts anderes als ein Hammer-Album gelungen.

Die zu hörende Symbiose aus Doom und Death verdient ehrlicherweise das Prädikat ´perfekt´. Das liegt zum einen an den Songs selbst, die entgegen diverser Platten manch anderer Doom-Bands nicht spätestens nach dem dritten Stück vor Langeweile absterben, sondern äußerst abwechslungsreich aus den Boxen schallen. Ursächlich begründet durch ihre musikalische Struktur und deren textliche Thematik. Zum anderen passt der röchelnde Death-Metal-Gesang von Pim Blankenstein allerbestens zum Charakter der Songs.

Statt verwaschenem Retro-Doom-Geschwurbel bekommt der geneigte Hörer hier einen glasklaren und astreinen Sound geboten. Absoluter Pluspunkt sind die mosaikartig eingefügten Melodik-Tunes und insbesondere die durchgehend meisterlichen Riffs, die sich stets songdienlich integrieren und für  „World Exit“  absolut prägend sind.

Als ob das noch nicht reicht, zelebrieren EXTREME COLD WINTER in der Mitte des Albums mit „The Sea Taketh“ ein Instrumentalstück, dass betörend schön ist und Klassikerpotential besitzt. Obendrauf thront das mehr als beeindruckende Cover-Artwork, welches das textliche Anliegen von „World Exit“ brillant widerspiegelt. Womit wieder mal der Beweis erbracht ist, dass ein Redakteur bei ZO auf der Sonnenseite des Metal-Universums lebt, wenn er solche tollen Underground-Perlen ausgraben und anpreisen darf. Ich für meinen Teil werde „World Exit“ garantiert öfter auflegen und hören. Ihr dann hoffentlich auch.

So ihr auf die älteren PARADISE LOST -Werke steht, werden EXTREME COLD WINTER bei euch offene Türen einrennen.

Anspieltip: „Time Spaced World“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01.  Animals In Wintertime
02. Time Space World
03. Permafrost Entombment
04. The Sea Taketh
05. Pharmakia
06. Serpents Seduction
07. Cursed Like Cain




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