CD-Reviews E-G

GHOST BATH – Self Loather (2021)

(7.375) Stephan (8,5/10) Post Black Metal


Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 29.10.2021
Stil: Post Black Metal






Mit GHOST BATH haben wir wohl eine der spaltenden Black-Metal-Bands der aktuellen Epoche. Eine Band, die aufgrund der erschaffenden Klanglandschaften aus verschiedensten Richtungen, variablem Gesangsdarbietungen und ihrer philosophischen lyrischen Themen, die vermutlich von den meisten Leuten der Szene nur verpönt werden, vermutlich nicht ganz für jeden geeignet ist.

Die US-amerikanische Black Metal Formation GHOST BATH sind Meister darin, gleichzeitig Höhenflüge und Verzweiflung auszulösen. So wandelt man auf Pfaden, irgendwo zwischen Depressive suicidal Black Metal, melancholischen Post-Black Metal und atmosphärischen Black Metal. Mit „Self Loather“ haben die Herren im direkten Vergleich zum Vorgänger „Starmourner“ nun aber noch einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht. Ein düsterer, kompakterer und dennoch klarer Sound und effektive Arrangements machen das Album zu einem wahren Erlebnis.

Auf „Hide the sun“ gastiert, etwas abwegig erscheinend, CJ McMahon von THY ART IS MURDER mit fiesen Vocals und lässt den ansonsten kontrovers fröhlich erscheinenden Song, zusammen mit Gewimmer einer weiblichen Stimme, dann deutlich finsterer erscheinen. Starkes abwechslungsreiches Stück. Trotz eines recht modern wirkenden Einstiegs, entpuppt sich „Sanguine Mask“, als eine ziemlich atmosphärische Nummer mit klassischem Schreigesang ala SILENCER. „A crystal Lattice“ startet mit rasenden Blastbeats, klirrenden Gitarrenwänden und wiederum kontrovers fast popigen Passagen mit hysterischem Gesang. Ziemlich abgefahren.

Bei „Sinew and Vein“ taucht passend dazu, ein weiterer Gast der Platte auf. Graf von der Post Suicidal Black Metal Band PSYCHONAUT 4 gibt sich die Ehre.I hope death finds me well“ gibt’s noch ein recht dunkles melancholisches Klavierstück, welches den Titel perfekt untermalt, irgendwo zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Den Abschluss macht das rasante „Flickering Wicks of Black“. Gleichermaßen das kürzeste Stück der Platte. Hier wechseln sich DSBM Parts mit tiefen Growls und alles endet in purer Verzweiflung. Oder ist doch Hoffnung?

GHOST BATH sind kompositorisch mit „Self Loather“ über vieles erhaben. Wer sich eine Mixtur aus den Landsmännern WOLVES IN THE THRONE ROOM, den Post-Rock/ Blackgaze Fragmenten von DEAFHEAVEN, und den Kreischgesang von SILENCER vorstellen kann, ist hier goldrichtig.

Anspieltipps: „Hide from the Sun“ & „Sanguine Mask


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Convince Me to Bleed
02. Hide from the Sun
03. Shrines of Bone
04. Sanguine Mask
05. Crystal Lattice
06. Sinew and Vein (feat. Graf von Psyhonaut 4)
07. I hope death finds me well
08. For it is a Veil
09. Unbearable
10. Flickering Wicks of Black




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