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MANBRYNE – Heilsweg: O udręce ciała i tułaczce duszy (2021)

(7.001) Patrick (9,5/10) Black Metal


Label: Terratur Possessions
VÖ: 09.04.2021
Stil: Black Metal

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Als die norwegische Qualitätsschmiede Terratur Possessions dieses Album ankündigte, wurde ich sofort hellhörig. Schließlich befinden sich mit MARE und WHOREDOMRIFE zwei absolute Hochkaräter der dunklen Kunst in den Reihen dieses kleinen, aber feinen Underground Labels.

Die Erwartungshaltung war also immens hoch, aber was dann nach dem Auflegen der Platte folgte hatte ich in keinem Fall erwartet. Die Polen von MANBRYNE kredenzen uns hier mit ihrem Debütalbum „Heilsweg: O udręce ciała i tułaczce duszy“ ein dermaßen intensives und unfassbares Brett der alten Schule, welches mich in totale Ekstase versetzt. Bereits der knapp neunminütige Opener „Pustka, Która Znam“ bietet schlichtweg ALLES was das dunkle Herz des geneigten Schwarzmetallers zum regelmäßigen Aussetzen bringt. Eine atmosphärische Einleitung, gnadenlos hämmernde Blastbeats, flirrende Gitarren, eine dissonante und doch irgendwie komisch anmutende und völlig geniale Melodie, unheimlich viel Abwechslung im Songaufbau und grandiose, von purer Bosheit zerfressene Vocals. Was für ein furioser Auftakt.

Der zweite Song ist im gesamten etwas sperriger aufgebaut und speist seine abartig dunkle Aura aus den anfänglich recht Ruhigen und mit z.T. geflüsterten und gesprochenen Vocals versehenen akustischen Zwischensequenzen. Trotzdem wartet auch dieser Track im weiteren Verlauf mit derben Blastattacken und einer völlig wahnsinnigen und pechschwarzen Atmosphäre auf, ist dabei nicht minder intensiv und erhebt sich zu einem wahren Black Metal Manifest.

Im Rahmen dieses ultrafetten Qualitätslevels geht es durch alle fünf Songs, verteilt auf rund 41 Minuten ohne Unterlass weiter. Ein wirklich abartig böser, unheilschwangerer und tiefschwarzer Brocken, geformt aus Dunkelheit und purem Hass!

Der Sound ist roh, ungeschliffen, voller Dreck und dennoch gelingt der Band hier der grandiose Geniestreich, ein absolut knallendes, ausgewogenes und sehr differenziertes Klangbild zu kreieren. Die spielerischen Fähigkeiten bewegen sich hier ebenfalls auf einem enorm hohen Level und auch die Darbietung der Vocals sucht im Genre seinesgleichen. Es wird geschrien, gekreischt, gesprochen, geflüstert, gewimmert und gelitten, dass es eine wahre Freude ist. Speziell hervorheben sollte man auch das Drumming mit der exorbitanten Beckenarbeit, welche sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Landsmännern von MGLA befindet.

Lange Rede, kurzer Sinn………dieses Album ist wohl DAS Black Metal Highlight im Jahre 2021 und wer sich dem polnischen Black Metal zugeneigt fühlt, Bands wie PLAGA, MGLA oder MORD'A'STIGMATA (in den langsameren Momenten) vergöttert und die alte Schule auch manchmal so schmerzlich vermisst, der kommt an diesem Meisterwerk schlicht und ergreifend nicht vorbei.

Anspieltipps: „Pustka, którą znam“ und „Na trupa trup “


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Pustka, którą znam
02. W pogoni za wiarą
03. Ostatni splot
04. Majestat upadku
05. Na trupa trup 




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