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NYKTOPHOBIA – To the Stars (2024)

(8.974) Patrick (9,5/10) Melodic Death Metal


Label: Apostasy Records
VÖ: 05.07.2024
Stil: Melodic Death Metal






2015 gegründet, beglücken uns NYKTOPHOBIA seitdem mit ihrer extrem verspielten Art des melodischen Todesstahl, wobei die Band sich bei all der gebotenen Melodik niemals darin verliert oder gar in den weichspülenden Bereich abdriftet. Ganz im Gegenteil, der Härtegrad ist trotz der furchtbar eingängigen Harmonien enorm hoch angesiedelt und so bewegte sich das Qualitätslevel der bisherigen drei Alben vollumfänglich im oberen Bereich.

Vier Jahre hat sich die Band nun Zeit gelassen um den Nachfolger des genialen „What Lasts Forever“ Albums auf die Menschheit loszulassen. „To The Stars“ beginnt mit einem stimmigen, auf den folgenden Sturm vorbereitenden Intro, welcher mit dem Titeltrack alsbald losbrechen soll. Langsam und höchstmelodisch baut sich der Orkan zu einer Blastbeatorgie auf, nur um danach in eine mächtige Doublebassattacke zu verfallen, welche den Hörer bei all der gebotenen Härte völlig umgarnt. Was für eine sensationelle und wahnsinnig eindringliche Melodieführung! Frontmann Tomasz growlt und keift sich eindrucksvoll durch diesen fantastischen Opener und lässt mich mit einer dick ausgeprägten Gänsepelle und in absoluter Glückseligkeit zurück. Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, erhöhen die Jungs die atmosphärische Dichte und schieben mit „Farewell“ eine Hymne nach, die kaum in Worte zu fassen ist. Insgesamt etwas langsamer unterwegs, dabei aber nicht minder intensiv und mit einem Refrain ausgestattet, der mich tief bewegt und fast zu Tränen rührt. Wenn Musik, egal welcher Stilrichtung, eine solche Reaktion hervorzurufen vermag, dann hat der/die Künstler definitiv einiges richtig gemacht.

In dieser beispiellosen und wahrhaft fantastisch zelebrierten Melange aus derber Härte und irrsinnig eingängiger Melodieführung zocken sich NYKTOPHOBIA weiter von einem Highlight zum Nächsten, um schlussendlich bei „Millenium“, einem weiteren Hochkaräter anzukommen, der sich kurz vorm Ende der Scheibe offenbart und auch hier wird binnen Sekundenbruchteilen klar, dass diese gnadenlos genialen Tonfolgen der Leadgitarre nicht von dieser Welt sein können. Zum Ende verwebt die Band noch sphärische und irgendwie auch ungewöhnlich klingende Keyboardklänge und schließt mit dem längsten Song „Voyager 1“ ein absolut außergewöhnliches Album ab, welches mich in allen Belangen so dermaßen fesselt, durch die dargebotene Hingabe umgarnt und letztendlich völlig vereinnahmt.

Diese Platte lädt zum Schwelgen, zum Träumen und Genießen ein und ist einfach nur zum Dahinschmelzen schön! Es ist schlicht der reine Wahnsinn, wie viele Emotionen mit dieser Scheibe transportiert und ganz tief in meinem Innersten ausgelöst werden. NYKTOPHOBIA sind mit „To The Stars“ auf dem deutschen Thron des melodisch angehauchten Death Metals angekommen und ich bin mir sicher, dass die Jungs diesen begehrten Platz noch sehr lange für sich beanspruchen werden! Jeder, der auch nur im Ansatz etwas mit Melodic Death Metal am Hut hat, kommt an dieser schweinegeilen Platte nicht vorbei, was im Umkehrschluss bedeutet, dass jeder der diesen Punkt trotz meiner Aufforderung ignoriert, seine Plattensammlung umgehend verschenken und für immer im Staub verschwinden sollte!!!

NYKTOPHOBIA haben mit „To The Stars“ ein ganz großartiges Stück Musik erschaffen und ich bin mir sehr sicher, dass dieses Opus Magnum in diesem Jahr das unausweichliche Highlight im Bereich des melodisch geschmiedeten Stahls darstellen wird! Sämtliche Konkurrenzbands, inkl. der Großen wie DARK TRANQUILITY oder THE HALO EFFECT, welche derzeit ebenfalls ein neues Geschoss im Munitionslager bereithalten, können sich verdammt warm anziehen! „To The Stars“ wird verdammt schwer zu toppen sein und somit sei hiermit…….sofern das immer noch keiner begriffen hat….eine absolute und ausdrückliche Kaufempfehlung ausgesprochen!

Vielen Dank für diese „Sternenreise“. Was für ein intensiver Trip! Ich bin dann mal im Orbit unterwegs…….

Anspieltipps: “Farewell” und „Millenium”


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

  1. The Gateway
  2. To The Stars
  3. Farewell
  4. Charon Gate
  5. The Fall Of Eden
  6. Progenitor
  7. Behind The Stars Exists No Light
  8. Millenium
  9. Voyager 1


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