WEITERENTWICKLUNG, NEU DEFINIERT



Mit ihrem zweiten Album „Egomania“ konnte die süddeutschen Melodic Metal Überraschung sich doch deutlicher von den gängigen Releases aus diesem Sektor absetzen. Mit eher sozialkritischen Texten und erfrischenden vielseitigen Songwriting überraschten Oversense mich ohne lange Überredungskünste zu aktivieren. Auf ihre eigene Art stiloffen, irgendwo zwischen Melodic Metal mit gothigen Markierungen, macht das aktuelle Album schon jede Menge Laune. Oversense waren zuvor 2018 bereits auf einer Tour mit Doro auf den Brettern, und konnten nun umso mehr mit einem starken Album wie „Egomania“ punkten. Nun aber hurtig, höchste Zeit für ein kleines New Breed im Hause Zephyr’s Odem, mit Bassist Marco Volpert!

Bitte stellt Euch kurz vor. Wie kam es dazu, dass ihr euch entschlossen habt eine Band zu gründen? Wie habt ihr euch gefunden?

Oversense
besteht aus Danny (Vocals/Guitar), Jassy (Lead Guitar), Paddl (Drums) und mir (Bass). Danny, Paddl und ich kennen uns seit der Schulzeit und wir haben bereits früher in der Schulband zusammengespielt. Angefangen hat Oversense 2012 als Studioprojekt. Danny hatte eigene Songideen und einen Drummer gesucht, mit der er die Songs zusammen einspielen kann. Wir waren uns ziemlich schnell einig, dass wir die Songs auch gerne live spielen möchten und haben dann nach anderen Musikern gesucht. Nach einigen Line-Up-Wechseln blieben Danny, Paddl und ich schlussendlich in der Band. Wir Jungs kommen alle aus der Nähe von Würzburg. Jassy ist dann 2017 zu uns gestoßen. Das war eine sehr witzige Geschichte. Wir wollten wieder eine weibliche Person in der Band haben, also suchten Danny und ich auf YouTube nach “Metal Girl” - ein paar Bier intus hatten wir da schon, war immerhin auf Wacken. Wir fanden Jassy, schrieben sie an und nun ist sie bei Oversense dabei.

Auf was habt ihr Wert gelegt, als ihr Musiker für eure Band gesucht habt? War es schwierig diese zu finden? Gab es Dinge, die ihr dabei über die musikalischen Qualitäten gestellt habt?

Wie gesagt kennen Danny, Paddl und ich uns ja schon eine längere Zeit und wissen, was wir jeweils musikalisch draufhaben. Bei Jassy haben wir sofort gesehen, dass Sie einen enormen Ehrgeiz besser zu werden mitbringt und generell eine sehr versierte Musikerin ist. Natürlich funktioniert eine Band auch ohne freundschaftliche Kontakte, uns ist es allerdings sehr wichtig, dass wir uns auch neben der Musik gut verstehen. Diese Band ist für uns eine Herzensangelegenheit, an der wir auch Spaß haben wollen. In Oversense ist hinter den Kulissen auch eine sehr hohe schwarzer Humor Toleranzgrenze notwendig, um es mit uns auszuhalten (lacht).

Worauf lag der Fokus als ihr begonnen habt an dem Album zu arbeiten? Worin unterscheidet es sich zu früheren Aufnahmen? Nennt uns 3 Dinge die euer neues Album zu etwas Besonderen machen.

Wir haben mit „Egomania“ definitiv eine Weiterentwicklung vollzogen und unseren Stil neu definiert. Die Platte ist sehr vielseitig geworden. Das resultiert tatsächlich etwas aus der Arbeitsweise. Während vorher das Songwriting hauptsächlich bei Danny lag, so gingen wir es bei „Egomania“ etwas anders an: Danny lieferte die Grundentwürfe der Tracks und wir werkelten in vielen Songwriting-Sessions zusammen an der Ausarbeitung der Arrangements. Dadurch kamen dieses Mal mehr Einflüsse zusammen und wir experimentieren eine Menge herum. Ich denke, dass „Egomania“ durch seine bunte Vielfalt an Genres, Stimmungslagen und Tempos etwas Besonderes ist.

Was wolltet ihr mit der Wahl eures Bandnamens ausdrücken, standen auch andere Namen zur Auswahl? Was hat euch dabei bestärkt, Bücher oder besondere Filme?

Tatsächlich gibt es bei uns eine recht kurze Antwort, ohne viel auszuufern: Oversense ist eine ,,schlechte’’ direkte Übersetzung des Heimatortes von Danny, unserem Fronter! Er kommt aus dem bayrischen Dorf Obersinn, welches mit over=ober und sense=Sinn direkt übersetzt wurde. Aber natürlich sind wir immer von den Eigeninterpretationen anderer angetan!

Wir haben zum Beispiel auch schon vorgeschlagen bekommen, ob es denn nicht für „übersinnlich“ stehen könnte.

Sind euch Vorbilder wichtig? Haben bestimmte Musiker & Bands euch in irgendeiner Weise beeinflusst, wenn ja welche wären das? Wenn es diese musikalischen Ziehväter bei euch nicht gibt, was ist es dann?

Wir alle vier haben da einen gemeinsamen Nenner: Metallica. Hetfield und Co. sind schon Helden für uns. Selbstverständlich haben uns aber auch weitere klassische Bands geprägt wie Iron Maiden, Motörhead, System Of A Down und Judas Priest. Meine größten Einflüsse kommen eher aus der härteren Schiene mit Bands wie z.B. Sylosis, Arch Enemy und The Black Dahlia Murder.

Erzählt uns auf was legt ihr beim Songwriting besonderen Wert? Wie entstehen eure Songs, wer von euch ist dabei insbesondere beteiligt?

Wie bereits vorher erwähnt kommt Danny mit einem Grundgerüst für einen Song, und wir arbeiten dann alle gemeinsam am Feinschliff des Songs. Was daran gut ist, dass wir uns gegenseitig ergänzen und auch mal bremsen wo es nötig ist. Zum Beispiel wenn ich vorschlage, 20 Sekunden Double Bass Blast Beats wären jetzt die ideale Drumpassage.

Video:

Daran anknüpfend, was sind die Themen, die euch in lyrischer Hinsicht beschäftigen, woraus zieht ihr dabei eure Ideen? Gibt es Texter und Autoren, die euch dabei besonders imponieren?

Das Songwriting liegt im Ganzen bei Danny, der seine Inspiration soweit ich es weiß aus alltäglichen Situationen, dem Weltgeschehen und dem Geschehen rund um die Band Oversense zieht. Da wir uns kulturell und von unserem Weltbild alle ungefähr auf einer Wellenlänge befinden, haben wir anderen mit den von Danny gewählten Texten auch nie Probleme.

Wo fand euer erste und auch beste Auftritt statt? Bevorzugt ihr eher Club oder Festivalauftritte? Welche wären das? Und wieso eigentlich?

Unser erster Auftritt war eine kleine Clubshow in einem Dorf namens Uffenheim. Dort haben wir tatsächlich erst um 1 Uhr nachts das spielen vor ca. 10 Menschen angefangen. Aber jeder Anfang ist schwer. Einen besten Auftritt kann ich jetzt nicht ganz klar festlegen, es gab schon einige sehr gute. Darunter zum Beispiel den Auftritt beim Sinner Rock 2021 und einige Shows von unserer Tour mit Doro im Jahr 2018. Club oder Festival ist für uns denke ich nicht entscheidend, es kommt einfach nur darauf an, ob die Leute Bock auf Party haben.

Gibt es Bands, mit denen ihr gern mal auf Tour gehen würdet? Und falls euch ein Veranstalter mal buchen möchte, was müsste er dafür auf die hohe Kante legen?

Es gibt natürlich Träume, mal mit Metallica, IronMaiden und Co. Zu spielen, aber realistische Supportslots wären in der Zukunft vielleicht einmal mit Sonata Arctica, Beyond The Black oder einfach nur ein Slot auf einem größeren Festival, z.B. Summer Breeze.

Natürlich werde ich jetzt keine genauen Zahlen nennen, wir sind eigentlich immer flexibel, wenn es um das Thema Bezahlung geht und es kommt auch einfach auf das Gigangebot an (Location, Gegebenheiten).

Was ist das Besondere an eurer Metalszene, in Eurer Heimatstadt? Welche Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Paddl, Danny und ich leben in einer schon sehr ländlichen Gegend, da gibt es tatsächlich nicht viele Clubs in denen Mal eine Metalveranstaltung ist, aber der Support der Leute innerhalb unserer Dörfer für kleine Bands ist sehr groß. Bei Jassy ist das eine ganz andere Geschichte, die Metalszene in Darmstadt ist sehr ausgeprägt und supportet auch den Underground im großen Stil. Daher haben wir dort auch schon einige coole Gigs gespielt. Tipps sind hier die Goldene Krone und auch das Metal Up Your Life Festival.

Nach dem aktuellen Release, was sind eure Pläne?

Live spielen natürlich! Es klingt vielleicht schnulzig, aber es gibt nichts Schöneres, als mit unseren Fans auf Konzerten zusammen zu feiern. Dazu gibt es eventuell noch eine Portion Songwriting an das wir auch schnellstmöglich wieder ran wollen. Den Rest? Den kann man eh nicht planen, also lassen wir es auf uns zukommen!

Zum Abschluss, ihr könnt ein paar letzte Worte an unsere Leser richten.

Natürlich möchte ich mich ganz herzlich für das tolle Interview bedanken und allen Lesern Folgendes ans Herz legen: Besucht Konzerte, Leute!

Jetzt wo es wieder losgeht, kauft Tickets, unterstützt eure Künstler und feiert geile Musik dort wo sie hingehört: Live, auf und vor der Bühne! Checkt unbedingt mal unsere Social Media Präsenzen aus, connected euch mit unseren Profilen um alle heißen News über Oversense zu erfahren und checkt unsere bereits releasten Singles, sowie die neue Scheibe „Egomania“ aus. Von Oversense wird es in Zukunft noch viel zu hören geben, ROCK ON !!!


TIMO

Interviewpartner: Marco Volpert (Bass, Vocals)


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