Marky nach dem Matsch nun im Sturm

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Samstag – letzter Tag und Hardcore to the bone!

Die erste Band, die ich am frühen Nachmittag intensiver verfolgten konnte, bzw. besser gesagt hörte vom Zeltplatz aus, waren Betontod. In Gedenken an ZO Chef Olaf, wollte ich mir die fünf Rheinberger gerne geben, die lange Nacht gestern und ein leichter Jetlag durchkreuzten jedoch diesen Plan. So konnte ich aus der Ferne nur eine gute Songauswahl attestieren, die gelungen und abwechslungsreich klang. Für mich jedenfalls ein guter Wachmacher, der dreckig, melodiöse Punkrock von Betontod.

Eigentlich wusste ich nicht, wie ich den letzten Abend des Festivals noch überstehen sollte, an dem die Hardcore und Metal-Core Recken von Sick Of It All und Hatebreed noch spielen sollten. Doch schon ein wenig später, bahnte ich meinen Weg zu den Suicidal Angels, auf der T-Stage. Schon nach den ersten paar Songs war klar, dass die vier Griechen einen guten Tag erwischt hatten und ihren energiegeladenen Thrash Metal den Anwesenden agil um die Ohren hauten. „Reborn in violence“ oder „Moshing crew“ luden auch mich ein, zum erneuten bangen. Anschließend spielten draußen schon Dust Bolt auf der Camel Stage, von denen ich noch ein paar weitere Thrash Songs mitnahm. Für diese kleine Bühne, ohne Licht, machten die Jungs ordentlich Dampf und animierten die Leute zum mit machen.
Kurz nach 18 Uhr war die Zeit gekommen für Paradise Lost auf der Main Stage. Wer ihr neues Album schon kannte, wusste dass sich die Band wieder auf alte Tugenden besann. Der Gig klang trotz aller Melancholie wieder deftiger und härter als noch vor ein paar Jahren. Zu verdanken ist dies auch dem wieder vermehrt eingesetzten Growls von Nick Holmes. Neue Songs wie der Single „No hope in sight“ oder „Terminal“, fügten sich gut zu den alten Glanztaten der Marke „As I die“. Sehr geile Atmosphäre, verstärkt durch einen wiedererstarkten Wind, was einige kalten Schauer auf dem Rücken fabrizierte. Schön die Jungs mal wieder in dieser Form gesehen zu haben.

Im Anschluss kam dann das musikalische Gewitter von Cannibal Corpse auf der Pain Stage. Oftmals stehe ich den Jungs aus Florida skeptisch gegenüber und kann zugebenermaßen mit den Platte meist wenig anfangen. Live sind sie jedoch immer wieder der Hammer und ich bin jedes Mal wieder neu beeindruckt, wie viel, wie lange und wie derbe Mr. Corpsegrinder seinen Kopfpropeller einsetzte. Dieser Hals! Anteil an dem guten Auftritt hatte auch die Auswahl der Songs. Alte Smasher wie „Stripped, raped and strangeld“, „Make them suffer“ und vor allem „Hammer smashed face“ brachte die Meute derbe in Wallung. Ich war jedenfalls warm gebangt, denn nun kamen: Hatebreed!

Darauf freute ich mich richtig und ich versuchte meine letzten Springreserven zu mobilisieren. Wir postierten uns relativ weit vorne, da wo diverse Circle Pits am Entstehen waren. Dies wurde jedoch auch gleich zum nervenden Faktor. So ein kleiner drahtiger Typ ging so aggro-mäßig ab, dass er schnell schlechte Laune verbreitete. Obergeil war dafür ein anderer richtig kräftiger und stämmiger Typ, der sich in der Ausführung seiner Hardcore Moves sehr gestört fühlte. Durch ständiges an geboxt und angesprungen werden, heftete sich der dicke Große einfach nur noch an den Vollidioten und gab ihm so zu verstehen: „Behalt Ruhe, oder ich stell dich ruhig“! Dies funktionierte zum Glück und der Depp verschwand. Mittlerweile hatte Hatebreed schon vieler ihrer Hits gespielt. Was mir auffiel war, dass ich den Gig etwas zu leise fand und Hatebreed anfangs mehr groovige midtempo Songs spielten. Mit „Live for this“ waren meine Bedenken jedoch wie weg gespült und Dö, wie auch meiner einer, zelebrierten unsere Hardcore Moves. Geile Scheiße!

Was mir jetzt noch fehlte war richtiger Hardcore, also schnelle Songs. Also ab ins Zelt zu Sick Of It All. Noch in Gedanken zum Video von „Road less traveled“ und der abgehenden Hardcore-Crowd, war ich gespannt, was nun im Zelt mit mehreren 100 Leuten abgehen würde. Was ich vor der T-Stage jedoch erlebte, war ein laues Lüftlein einer waschechten Hardcore Show. Die vier alten Hardcore-Recken gaben alles und boten einen gewohnt guten Querschnitt durch ihr Schaffen ihrer fast 30-jährigen Karriere. Lou Koller peitschte die Meute immer wieder an und ließ seinen Frust über das müde Publikum, nur in den Ansagen kurz durchdringen. Ich gab bei „DNC“, „Scratch the surface“ oder „Good looking out“ jedenfalls meinen letzten Rest und war anschließen sehr zufrieden mit der Welt.

Schon mehr oder weniger auf dem Rückweg zum Zeltplatz, folgte ich noch dem Rat von Gausmann, man müsste sich Terror Universal noch unbedingt geben. Die Band sei ein heißes Newcomer-Eisen, zusammen gesetzt aus ehemaligen Mitgliedern von Machine Head, Soulfly und Ill Nino. Was ich auf der Camel Stage dann zu hören bekam, klang sehr vielversprechend. Keine Frage, der Sound der Band erinnert schon sehr stark an Slipknot, oder Mudvayne. Das auch wegen dem Sänger, dessen kräftige Growls und cleanen Vocals doch sehr an Corey Tayler erinnerten. Vor allem jedoch auch wegen der Zombiemasken, die alle vier Mitglieder trugen. Die waren jedoch, wegen der erneut schlechten Beleuchtung der Camel Stage, eh nicht zu sehen. Die Songs hinterließen bei mir aber einen bleibenden Eindruck, der Lust auf die, noch nicht veröffentlichten, Debütplatte macht.

Den Abschluss des Festivals markierten Venom. Die Version von Venom, um Bauchgurtträger Cronos, der uns heute mit seiner nackten Hühnerbrust jedoch verschonte. Nicht verschont wurde die übriggebliebenen „Ich bekomme den Hals nicht voll“-Banger, von so Hits wie: „Die hard“ oder „Warhead“. Das Trio präsentierte sich erstaunlich gut und selbst neuere Songs wie „Pedal to the medal“ überzeugten. Bei „Black Metal“ lagen sich dann schließlich alle Anwesenden im Arm und sangen lauthals mit. Ich war hochzufrieden, hätte mir höchstens noch „Manitou“ gewünscht, was mein Songbeispiel anno ´85 im Musikunterricht der Schule war, zum entsetzten meines Lehrers. Tja damals haben Venom noch richtig geschockt! Heute Nacht war es eine gut Power Metal Show zum Abschluss eines geilen Festivals - Gute Nacht!

Fazit: Das Line-Up fand ich dieses Jahr sehr gelungen. Spitzenreiter waren für mich: Kreator, Hatebreed, Ektomorf, Sister Sin, Kyle Gass Band und vor allem natürlich Death To All, sowie Schirenc plays Pungent Stench. Während der Ablauf der Organisation soweit gut verlief und selbst die Räumung des Konzertgeländes beim Sturm am Freitag ohne Zwischenfälle von Statten ging, sollte man sich das Konzept der Camel-Stage nochmals überlegen. Zu viele, bereits etablierte, Bands spielen dort unter schlechten Voraussetzungen (Licht, Bühnenlage, Bühnengröße). Ach, und wie wäre es im kommenden Jahr mal mit Freaky Fukin´Weirdoz, als Revival Act?! Ich bin jedenfalls wieder Start! Marky
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