Ach Leute, ich feiere uns jeden Monat aufs Neue für unsere Alben des Monats, die wir nun seit geraumer Zeit in demokratischer Abstimmung bestimmen. Guckt Euch doch mal die ersten Plätze an? Klar, Amorphis mit ihrem Zauberalbum „Halo“ war fast zu erwarten, Saxon mit ihrem dreihundertschsundsiebzigsten Album „Carpe diem“ eigentlich ebenso…doch wer zur Hölle ist Vorga? Hört da unbedingt mal rein, denn die Bande aus dem Süden unserer Republik werden noch für gewaltiges Aufsehen sorgen. Dafür verwette ich die DVD Sammling der Serie „Dallas“ meiner Frau…aua Schatz…nein…ey….

Nachdem ich meine blauen Flecke nun gekühlt habe und ich nunmehr nur mit einem Auge auf die weiteren Plätze linse, kann ich einmal mehr, wenn auch etwas unscharf erkennen, dass wir uns ziemlich weit von anderen monatlichen Best-Off Listen abkapseln, denn nirgendwo sonst würden Bands wie Archvile King, Lunar Tombfields, Embryonic Autopsy, Acranius, Vanaheim, Anachoret oder Ironmaster in einem Poll auftauchen, ohne die meist tatkräftige Unterstützung (Money makes the world go round…) in solchen Rückblicken auftauchen, oder?

Ok, die Schecks für Korn, Corpsegrinder, Immolation und Allegaeon werde ich die Tage einlösen und in meinem anstehenden Urlaub auf den Kopp kloppen. Nachfragen muss ich allerdings noch bei Rolo Tomassi und Svartsot, wo denn unsere Prämien bleiben. Sei’s drum…

War ein verdammt starker Monat, doch wenn ich jetzt schon mal in meine Glaskugel (oder meinen Dropbox Ordner) blicke kann ich Euch versichern: Da kommt noch ganz, ganz viel geiler Scheiß auf uns alle zu.

In diesem Sinne…sauber und gesund bleiben, immer schön austrinken und bis die Tage. Euer Olaf


TOP 15 - FEBRUAR 2021



AMORPHIS – Halo (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Und dann ist da noch Tomi Joutsen, welcher mit seinem variablen Gesang jeden Song Tiefe und seinen eigenen Charakter verleiht. Der Wechsel zwischen den tiefen Growls und seinem immer besser werdenden Klargesang ist für mich einfach sensationell. Ich find „Halo“ von Anfang bis Ende einfach bärenstark. Das berühmte Haar in der Suppe hab ich hier nicht finden können. Für mich schonmal nen erstes Highlight im noch jungen Jahr 2022. Kann gerne so weitergehen!

SAXON – Carpe Diem (2022)

Bewertung 9,6 von 10 Punkten

Sie haben‘s einfach immer noch drauf. Die Songs klingen frisch und keineswegs altbacken. Der Sound ist schön knackig und der gute Biff fantastisch bei Stimme! Und ihr Pulver haben sie auch noch nicht verschossen. Auch die restlichen Songs auf dem nunmehr 23. Album zünden wie ne Sylvester Rakete und machen einfach nur mächtig viel Spaß.

VORGA – Striving Into Oblivion (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Bei der Produktion gibt’s an diesem Debütalbum ebenfalls absolut nichts zu meckern und somit bleibt mir nichts anderes übrig, als jedem Schwarzmetaller dem es bei melodischem, schwedisch angehauchtem und trotz allem immer noch schön räudigem und derben Black Metal feucht im Schritt wird, dieses künstlerisch nahezu vollkommene Gesamtpaket ans Herz zu legen! Ein wahnsinnig intensives, eindrucksvolles und nachhallendes Album! Unbedingt anchecken!


BEST OF THE REST


ALLEGAEON - Damnum (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Jeder Song ist ein kleines Highlight für sich und beinhaltet dermaßen viel Chuzpe, andere Bands mehr als alt aussehen zu lassen. Allein der Beginn von „Called home“ ist ein Kaufanreiz, da sich hier die Einzigartigkeit dieser überragenden Band komplett manifestiert. „Damnum“ ist ein Meisterwerk auf allerhöchstem Niveau und ein Album, welches in dieser Spielart in diesem Jahr seinesgleichen suchen wird.

IMMOLATION – Acts of god (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Egal ob die Jungs das Bodenblech durchtreten oder es mal ihrem Alter entsprechend langsamer angehen lassen, jeder Song drückt wie Hölle, was auch an einer fantastischen Bass Arbeit von Mr.Dolan liegt, der hier klar den Takt vorgibt und solch einen Druck verbreitet, wie meine Frau, wenn es um das Runterbringen des Mülls geht.

ANACHORET – Syndrom (2022)

Bewertung: 9,4 von 10 Punkten

Die Scheibe füllt die Melancholie, es beschwert die Trauer aber holt einen zeitgleich mit lebensbejahenden Parts aus eben diesem Loch wieder heraus. „Syndrom“ schmeißt mich in Sphären jenseits vom hier und jetzt und spätestens bei „Das Meer in deinen Augen“ hat ANACHORET mit mir einen neuen Fan gewonnen. Absolute Empfehlung!

ARCHVILE KING – À La Ruine (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Frankreich hat also wieder einmal geliefert und zeigt dabei der immer blasser werdenden Konkurrenz mal eben spielend leicht, wie man diese Art Mucke gefälligst zu zocken hat. Zusammen mit ihren ebenfalls fantastischen (welch Wunder) Label Kollegen LUNAR TOMBFIELDS, wird der geneigte Fan der zweiten Black Metal Welle in diesem Februar absolut zufriedenstellend bedient.

SVARTSOT – Kumbl (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Freunde traditioneller nordischer Volksmusik könnten vielleicht am brutalen Gesang Anstoß nehmen, doch ich finde gerade den Kontrast zwischen gefälligen, traditionellen Melodien und dem bösigschwarzen Gekeife äußerst erfrischend. Dadurch kommt eine besondere Atmosphäre auf, die Pseudowikinger wie AMON AMARTH in tausend Jahren nicht aufbauen könnten.

EMBRYONIC AUTOPSY – Prophecies Of The Conjoined (2022)

Bewertung: 8,9 von 10 Punkten

Dies, und die Tatsache, daß das Album überhaupt nur dank des abschließenden Outros die Halbstundenmarke knackt, machen „Prophecies Of The Conjoined“ zu einem kurzweiligen Metzelsuppeneintopf, den ich jedem Freund brutalen Todesmetalls nur ans blutige Herz legen kann. Ich würde auch gern einmal Chris Barnes und seine SFU- Schülerband zu einem Auffrischungskurs bei den Mannen von EMBRYONIC AUTOPSY anmelden. Denn. So. Muss. Death. Metal.

KORN - Requiem (2022)

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Frei nach Heinz Ehrhardt lautet das Motto: „Wenn ich einmal traurig bin, hör ich einfach Korn“ und ja, es hilft, auch wenn der hier zelebrierte Seelenstriptease vielleicht nicht unbedingt zum Feiern oder Aufbauen einlädt, so kann man bei jedem der 9 Songs mächtig die Wände wackeln und die Sau rauslassen.

NIGHTRAGE – Abyss Rising (2022

Bewertung: 8,6 von 10 Punkten

Die Songs haben genug Power, um mitzureißen und wirken auch trotz angestrebter Vielseitigkeit und Abwechslung nicht zu verkopft. Dergestalt kann man gut dabei abschädeln. „Abyss Rising“ stellt den Abschluss der bandeigenen Trilogie ab, zu der die Vorgängeralben „The Venomous“ und „Wolf To Man“ gehören. Leicht inspiriert von Dantes „Inferno“ wird der fortschreitende Untergang der Menschheit dargestellt. Und was passt besser zu diesem Thema, als Death Metal.

CORPSEGRINDER - Corpsegrinder (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Ja, ich lasse mich außerdem dazu hinreißen frech, frank und frei zu behaupten, dass dieses Album besser ist als die letzte Corpse Scheibe, die bei vielen Fans gerade soundtechnisch leider durchfiel. Und wenn Mr.Fisher auf „Death is the only key“ einem unverhohlen entgegenbrüllt „It’s your funeral“, dann ist das gefälligst auch Eure Beerdigung. Punkt!

ACRANIUS – Mercy Denied (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Prinzipiell eine grundsolide Platte geworden und weiß zu überzeugen, dennoch würde ein breiter aufgestelltes Spektrum dem Ganzen nicht schaden. Mit Genrekollegen wie I DECLARE WAR oder INGESTED sollte man sich noch nicht unbedingt messen, dennoch braucht man sich verstecken und macht für so einige andere die Luft recht dünn.

LUNAR TOMBFIELDS – The Eternal Harvest (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Ich möchte mit den Worten des Labels zu diesem Album enden: Dieses Opus wurde Anfang 2020 komponiert. Eine Zeit in der die Welt abgeriegelt und am Rande des Zusammenbruchs stand. „The Eternal Harvest“ ist eine Ode an die Herrlichkeit der Sterne, die Macht der Elemente und die Tragödie des menschlichen Schicksals.Dem gibt es absolut nichts hinzuzufügen, denn genauso klingt das Debütalbum von LUNAR TOMFIELDS.

VANAHEIM – Een Verloren Verhaal (2022)

Bewertung: 8,4 von 10 Punkten

Und die Kollegen haben sich ordentlich ins Zeug gelegt, und ein wirklich ansprechendes Folk Metal Album produziert, welches folkloristische Musik, klassische Elemente und teilweise an Filmsoundtracks reichende Epik mit Metal verbindet und somit Schönheit, Erhabenheit und Härte in einen gemeinsamen Schmelztiegel gießt. Dabei hat sich die Band einiger Gastmusiker bedient, die den metallischen Klang mit traditionellen Instrumenten veredelt, unter anderem die Violinistin Rikke.


HOT OF THE MONTH


IRONMASTER – Thy Ancient Fire (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Gekonnt ist eben gekonnt und final kann man dieses Werk einfach nur jedem Death Metal Lunatic empfehlen bzw. als Tipp anraten! Für mich könnte diese Scheibe sogar schon zu Beginn des Jahres 2022 ein Anwärter auf das Album des Jahres werden. So beginne ich gerne das musikalische Jahr und werde mir die Platte nun noch paar Mal in Ruhe geben!


PREMIUM CD TIP


ROLO TOMASSI – Where myth becomes memory (2022)

Bewertung 10 von 10 Punkten

Jeder Song steht für sich, zeichnet ein anderes Bild, bildet ein anderes Konstrukt und nimmt einen mit auf eine Reise durch die Weiten des Unterbewusstseins. Groove, Härte, Melancholie, Traurigkeit…alles auf einem Album vereint. So brachial, so zerstörend, so wunderschön und schon jetzt kaum mehr vom Platz Eins meine Jahrescharts zu verdrängen.


RESTMÜLL DES MONATS


SILENZER – X (2022)

Bewertung: 3,5 von 10 Punkten

Dazu kommen noch die Beziehungskistenlyrics, die in deutscher Sprache eben sehr hart am Herz/Schmerz-Zentrum nagen. Nee echt jetzt, da höre ich lieber das testosterongeschwängerte Blabla der MANOWAR-Epigonen oder das dumpfeste Gore-Splatter-Gebrabbel als diesen Sülzcore. Ha! Sülzcore, das ist doch mal eine neue Schublade.


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