Wenn mir einer vor Jahresbeginn gesagt hätte, dass Kissin‘ Dynamite unser Album des Monats wird, ich hätte denjenigen einweisen lassen. Doch der Platz auf dem Thron für die Schwaben ist mehr als verdient, denn diese Scheibe hat einfach alles, um einen geilen Metal Nachmittag zu zelebrieren.

Ebenso überraschend für mich, als alte Rob Dukes Hasser, ist der Umstand, dass Generation Kill mit ihrem längst überfälligen zweiten Werk auf dem Treppchen gelandet sind, wo hingegen Dark Millennium eigentlich schon ein Abonnement drauf haben müssten. Einmal mehr ein überragendes Stück Polycarbonat, welches in jeder Jahresendabrechnung auftauchen sollte.

Dazu gibt es Hardcore, traditionellen Heavy Metal, ein wenig AOR, Soundtracks aus den Achtzigern, Schwarzes und traditionellen Deat Metal, der anno 2022 scheinbar wieder ganz hoch im Kurs zu stehen scheint. Kinners, ich denke, dass wird ei verdammt spannendes Jahr. Mal schauen, was der Februar so mit sich bringt. Cheerz, Euer Olaf!


TOP 15 - JANUAR 2022



KISSIN‘ DYNAMITE – Not the end of the road (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

„Not the end of the road“ ist das schwarze Album für den Schwaben-Fünfer, der endgültige Türöffner für die ganz große Karriere und der Beweis dafür, dass der manchmal als Anachronismus abgestempelte 80er Heavy Rock auch heute noch seine unumstößliche Daseinsberechtigung hat. Die Scheibe killt

DARK MILLENNIUM – Acid River (2022)

Bewertung: 9,7 von 10 Punkten

Dark Millennium ist ein Überalbum geglückt, welches andere Bands vielleicht einmal in ihrer Karriere vorweisen können. Nach dem überragenden und legendären Debüt ist dieses Meisterwerk für mich allerdings erneut der unumstößliche Beweis dafür, dass man musikalische Genialität auch über Jahrzehnte noch abrufen kann, sich seinen Wurzeln besinnt und solch mitreißende Musik schreibt, die ins Hirn, ins Herz und in die Seele fährt, sich dort festsetzt und immer wieder aufs Neue begeistert.

GENERATION KILL – MKUltra (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Musikalisch wird hier ein ordentliches Thrash-Brett gefahren, welches sich stark an der Basis dieses Genres orientiert, sich aber auch moderneren Elementen nicht verweigert. Die Riffs, die selbst Bands wie SLAYER oder TESTAMENT keine Schande machen könnten, ziehen ordentlich die Leberwurst vom Brot


BEST OF THE REST


OUT OF THIS WORLD – Out Of This World (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

ch habe jetzt schon unzählige Male dieses geniale Debut mir angehört, und es wirkt wie ein Rausch auf mich, die Ansammlung an höchst melodischen und mal ein wenig progressiveren Songs, die enorme Hitdichte an unglaublich intensiven und berauschenden Songmaterial, zog mich immer deutlicher in ihren Bann. Musikalisch zwischen Europe und Van Halen, reanimieren Out Of This World den guten alten Melodic Hard Rock, mit erfrischenden und begeisternden Songs...

EREB ALTOR - Vargtimman (2022)

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

Das mittlerweile neunte Album ist mit großem Abstand die Krönung in der Discographie von Ereb Altor und bietet alles, was das Metallerherz begehrt. Mehr noch. Statt stumpfer Wiederholung einzelner Fragmente und dem Auspressen vergangener stilistischer Mittel, schaffen es die Jungs immer wieder neue Nuancen zu kreieren, die ihre Musik interessant und kurzweilig werden lassen.

CRYSTAL BALL - Crysteria (2022)

Bewertung: 9,2 von 10 Punkten

Wer melodischen Metal mag, und dennoch auf treibendes Asskicking nicht verzichten möchte, kommt am zwölften Album von CRYSTAL BALL nicht vorbei. Denn hier treffen sich kompositorisches Können, musikalische Fertigkeiten mit genug Rock’n’Roll, um so richtig Party zu machen. „Crysteria“ ist ein Garant für gute Laune. Ich werde mir das Album schon mal auf meiner Vormerkliste für den diesjährigen Poll notieren.

DYMYTRY – Revolt (2022)

Bewertung 9,0 von 10 Punkten

In stimmigen 12 Songs, zeigen Dymytry viel Mut und eine Fülle an herausragenden Ideen, die das Album „Revolt“ unentwegt inhaliert. Dabei gelingt es ihnen doch recht deutlich von der Masse an Veröffentlichungen in diesem Bereich abzusetzen.

COMEBACK KID – Heavy Steps (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

CK sind modern, ohne Kalkül und immer ein Schritt voraus, sich nicht an Konventionen bindend. Dies macht diese Band immer wieder attraktiv und hörenswert. Wer auf niveauvollen Hardcore mit interessanten Wendungen abggeht, kann hier richtig abgehen.

SPACE PARASITES – The Spellbound Witch (2022)

Bewertung; 8,7 von 10 Punkten

„The Spellbound Witch“ ist nichts für Liebhaber von glatt gebügelten, Mama´s Liebling Heavy Metal, sondern an Space Parasites anno 2022, dürften Metal-Nerds großen Gefallen finden, die sonst auch Bands wie Lady Beast, oder Savage Master abfeiern. Ein erstes großes Highlight, im noch recht jungen Jahr 2022.

ASHES OF ARES – Emperors and fools (2022)

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Da ich mit dem Gesamtwerk von ICED EARTH nicht allzugut vertraut bin, überlasse ich es den langjährigen Fans der Band, zu entscheiden, ob ASHES OF ARES es geschafft haben, die Lücke zu schließen, die Jon Schaffer mit seiner Blödsinnsaktion gerissen hat. Ich halte das Album für recht gut, wenngleich ich aber noch genügend Luft nach oben sehe

NECROPHAGOUS – In chaos ascend (2022)

Bewertung: 8,6 von 10 Punkten

Um es kurz zu machen: Necrophagous sind ein verdammt heißes Eisen mit unglaublich viel Potential und bemerkenswerten Ideen in ihrem Gesamtsound. Die Scheibe macht zu jedem Zeitpunkt Spaß, hätte vielleicht etwas mehr Bumms vertragen können, ist aber definitiv im Bereich Newcomer schon jetzt für den Jahrespoll 2022 vorzumerken.

POWER PALADIN – With The Magic Of Windfyre Steel (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Das Debutalbum der Nordrecken, was zusätzlich auch das erste Release von Atomic Fire Records darstellt, ist in allen Belangen ein wirklich gelungenes Power Metal Album geworden, das den traditionellen Headbanger recht schnell in seinen Bann ziehen dürfte. Denn bei der hohen Anzahl an richtig starken Songs, fällt es wirklich schwer sich dem zu entziehen.

MAGNUM – The Monster Roars (2022)

Bewertung; 8,5 von 10 Punkten

Ja, das Monster brüllt! Kann man sich als Band besser beschenken zu seinem 50. Jubiläum als mit einer sehr gut produzierten Platte, die alle Trademarks von MAGNUM und viele Hits beinhaltet?! Ich glaube nicht und die Fans können „The Monster Roars“ getrost blind kaufen.

SARCASM – Stellar stream obscure (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Natürlich werden auch die klassischen skandinavischen Death Metal Roots verwurstet. Diese aber mit einem starken dunklen, teilweise morbiden Unterton. Auch die amerikanischen Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Nostalgiker hätten sich vielleicht gern einen Schritt zurückgewünscht. „Stellar stream obscured“ hat das Feuer nicht unbedingt neu entfacht, dennoch lodern die Flammen lichterloh und ziemlich facettenreich.

SARAKSH – Moloch (2022)

Bewertung: 8,3 von 10 Punkten

Eine wirklich talentierte, spannende Truppe. Die erfrischenden Sludge recht vielseitig darbietet, wer bisher wegen mancher monotoner Sludge Vertonung bisher mit diesem Stil fremdelte, sollte diese reichlich dystopische Veröffentlichung mal anlurchen, spannender Tobak. Bleibt jetzt nur noch abzuwarten wie die Mannheimer auf Albumlänge funktionieren, und darauf freue ich mich schon. 


HOT OF THE MONTH


ABYSSUS – Death revival (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Summa summarum ist „Death revival“ so ein unfassbar starkes Stück Todesblei, welches von Anfang bis Ende jeden Fan dieser metallischen Spielart aufs höchste verzücken sollte. Abyssus sind verdammt heißer Stoff und dürfen in keiner Jahresendabrechnung fehlen. Ich jedenfalls habe sie bereits mit einem Sternchen versehen notiert.


PREMIUM CD TIP


AT THE MOVIES – The soundtrack of your life Vol.1 (2022)

Bewertung; 9,5 von 10 Punkten

Wer mit all dem 80er Zeugs nichts anfangen kann, darf getrost weiterblättern, doch ehrlich, ich kenne aus meinem Freundeskreis niemanden, die bei diesen Überhits nicht sofort mitsingt, sei es nüchtern oder mit 3,8 auf dem Kessel und wenn diese nun in solch einem großartig rockigen Gewand meinen Hammer und Amboss streicheln, kann ich nicht umhin, auch in Anbetracht nostalgischer Anwandlungen), mich tief vor diesem Projekt zu verneigen und erneut auf die Play Taste zu drücken.


RESTMÜLL DES MONATS


NOCTURNA – Daughters of the night (2022)

Bewertung: 0,0 von 10 Punkten

Ich find das ja echt gut, dass die Mädels das machen, denn somit bleiben sie der Straße fern und komme nicht auf dumme Gedanken. Doch in Hinblick auf den weiteren Werdegang würde ich den Damen zwingend raten, etwas Vernünftiges zu lernen, denn mit diesem unfassbaren Murks dürfte neben Leitungswasser allerhöchstens sechs Tage alte Brotrinde auf der zukünftigen Speisekarte stehen.


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