Hu, welche Überraschung! Die deutschen Chartstürmer von Deserted Fear haben auch bei uns die Pole Position im Monthly Warfare erreicht. Verdient und Glückwunsch nach Thüringen für die sympathischen Jungs. Aber auch an Rise of Kronos und Midnight, die das märzliche Triumvirat komplettieren, geht unser Lob und Anerkennung auf Reisen. War aber ach ein verdammt starker Monat.

Das beweisen auch die neuen Alben von Dark Funeral, Warpath, die Rückkehr der legendären Vio-Lence, die Altvorderen Cloven Hoof und und und…reichlich Stöffchen für einen romantischen Abend unter der Guillotine.

Die Katalanen von Redshark sind einer Sonderempfehlung ebenso würdig wie die amerikanisch/mexikanische Skacore Kapelle 8 Kalacas, die bei uns in der Redaktion wahre Begeisterungsstürme ausgelöst haben. Natürlich darf auch der Restmüll nicht fehlen, den sich Moonlight Haze ganz knapp vor unser aller Abbath sichern konnten. Oder wie schrieb unser Maik einmal mehr treffsicher:

Wem kürzlich ein unmenschlicher Schrei aus Richtung Schwabistan zu Ohren kam, der an eine Mischung aus Godzilla, Chris Barnes und dem Rancor erinnerte, dem sei erklärt: Das war ich. Denn mein Metal-Raumschiff ist einmal mehr unglücklich mit dem Planeten Traellos Elsos Alpha kollidiert.

Amen, Schwestern und Brüder und bis zum nächsten Monat!


TOP 15 - MÄRZ 2021



DESERTED FEAR – Doomsday (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Den Songs wohnt mittlerweile allesamt eine seltsam sinistre Grundstimmung und eine fast schon wehmütig klagende Ernsthaftigkeit bei. Der Focus liegt dabei gar nicht mal so sehr auf möglichst eindringlichen Refrains, vielmehr sind es die feinen und manchmal eher unterschwelligen Melodiebögen, welche „Doomsday“ zu einem kleinen Meisterwerk heranreifen lassen.

RISE OF KRONOS – Council of prediction (2022)

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

Doch selbst dieser, mit Sicherheit nur durch mich wahrzunehmende Fauxpas, ändert nichts an der Tatsache, dass Rise of Kronos mit ihrem „Debüt“, das für mich bislang beste deutsche Death Metal Album des Jahres 2022 abgeliefert haben, welches nicht nur Härte und Brutalität, sondern auch einen arschvoll Groove anbietet, bei dem der geneigte banger einfach mitgehen muss.

MIDNIGHT – Let There Be Witchery (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Und wer auf schwarz angemalten Thrash mit einer ordentlichen Rock’n’Roll- Breitseite abfährt, sollte sich unbedingt diese rotzigen Scheiblettenteller in die heimische Sammlung stellen. Das Ding macht einfach Spaß, und läßt mich deshalb trotz fehlender Originalität ganz weit hoch ins Wertungsregal greifen. Das mag der eine oder andere als inflationär betrachten, aber das ist mit Blutwurscht.


BEST OF THE REST


KUOLEMANLAAKSO – Kuusumu (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Musikalisch wird hier auf ganz hohem Niveau gearbeitet und das hört man mit jeder Note. „Kuusumu“ ist ein Meisterwerk wie man nur selten eines hört und an dem jeder Metalfan, egal welches Genre man präferiert leicht seine Freude finden sollte. Absoluter Geheimtipp! Kaufen! Sofort!

MARCO LUPONERO & THE LOUD ONES – Life & Death (2022)

Bewertung: 9,7 von 10 Punkten

Marco Luponero und seine Loud Ones zünden auf ihrem Debüt Longplayer „Live & Death“ ein Rock´n´Roll Feuerwerk der Sonderklasse ab. Lange nicht eine so starke Debütscheibe gehört, die sich sofort im Schädel festsetzt und nicht mehr aus der Birne gehen will. Marco und seine Lauten sind zwar etwas punkiger und keltischer unterwegs als Motörhead, haben aber mit Metal genauso wenig am Hut wie Lemmy´s Truppe.

LUZIFER – Iron shackles (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

„Iron shackles“ ist ein verdammt geniales Hardrock/Metal Album, welches nicht ungehört bleiben darf und bei mir in meinem Jahrespoll lobende Worte finden wird. Den fehlenden halben Punkt gibt es, wenn das zweite Album meinen nun immens hohen Erwartungen standhält und Ihr faulen Säcke den Arsch aus dem Studio auf die Bühne bewegt, herrschaftszeitennochmal….

KVAEN – The Great Below (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Ein stimmiges Covergemälde bietet schlussendlich auch was fürs Auge und rundet dieses nahezu perfekte Package stilvoll ab. Merkt euch diesen Bandnamen, denn mit KVAEN wird auch in Zukunft noch schwer zu rechnen sein und „The Great Below“ ist einfach ein verdammtes Meisterwerk. Nicht mehr und nicht weniger! Punkt. Kaufen!

CHEMICIDE – Common Sense (2022)

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

Seit Sepultura weltweit einen Durchbruch hatten und sich die moderneren Aufnahmequalitäten, bis Süd-Amerika herumgesprochen hatten, ist schon lange nicht mehr die Rede von einer musikalisch dritten Welt. Chemicide halten hier die Fahne weit oben und „Common Sense“ ist eine waschechte und reine Thrash Metal Platte, die man sich als Thrash Fan gerne wünscht. Hier wird gebrettert und runterholzt was das Zeugs hält.

CLOVEN HOOF – Time Assassin (2022)

Bewertung: 9,2 von 10 Punkten

„Time Assassin“ ist ein Hammeralbum, welches Fans des Heavy Power Metal keinesfalls an sich vorbeigehen lassen sollten. Hier ist wirklich alles enthalten, was diesem Subgenre nun schon sein fast fünf Jahrzehnten immer wieder Saft und Kraft verleiht.

TÝR (with the symphony orchestra of the Faroe Islands) – A Night At The Nordic House (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Ich kann Freunden des hymnischen Pagan/Viking/Folk- Metals der Band dieses Album nur ans heidnische Herz legen, denn der Musik der Gruppe wird hier noch eins draufgesetzt, ohne zu aufgebauscht zu wirken. Man spürt die Spielfreude, die sowohl Band als auch Orchester offenbaren, was das Konzert auch zu einem emotionalen Leckerbissen macht.

DARK FUNERAL – We Are the Apokalypse (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

bis auf die genannten und wirklich verschwindend geringen Kritikpunkte, ein wahrlich rundes Gesamtkunstwerk ab, bei dem Fans wieder mal blind zugreifen können, aber auch sonst eher skeptische Betrachter der Black Metal Szene durchaus mal einen Hördurchlauf riskieren sollten. Ich jedenfalls bin sehr angetan von der „Ultimate Satanic Symphony“

MESSA - Close (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Es lohnt sich diese gefühlvolle Reise anzutreten und sich in diesen klangreichen Kosmos entführen zu lassen. Schon allein wegen der zerbrechlichen und ergreifenden Stimme von Frontgrazie Sara Bianchin, die es mehr als vermag jeder Emotion Ausdruck zu verleihen. Schönes Kopfkino.

WARPATH – Disharmonic revelations (2022)

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

„Disharmonic revelations“ ist in meinen Augen eine der stärksten Veröffentlichungen aus dem Hause Warpath, verliert zu keinem Zeitpunkt etwas an seiner Durchschlagskraft und groovt und rollt auch beim zigsten Durchlauf immer noch grandios. Nachhaltig, bärenstark und für jede Schandtat der richtige Soundtrack.

NIHILO - Resolution (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Nun gut, Originalitätspunkte können NIHILO nicht ziehen. Aber was sie da hervorbringen ist eine fette Axt, die sowohl im Death Metal-Sektor als auch im Thrashbereich den einen oder anderen Hörer begeistern könnte. Wer auf MALEVOLENT CREATION und frühe MASSACRA abfährt, wird sich hier wie zu Hause fühlen.

VIO-LENCE – Let the world burn (EP) (2022)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Die Messlatte haben sich Vio-Lence jedenfalls selbst verdammt hoch gelegt und ich hoffe, bald mehr von diesem leckeren Stöffchen kosten zu dürfen und werden dann auch eine höhere Note zücken müssen. Bis dahin bleibt mit „Let the world burn“ nicht nur ein neues Lebenszeichen dieser famosen Band, sondern auch eine absolute Kaufpflicht für alle Fans der alten Garde und jener, die mit dem Begriff Thrash auch nur im Entferntesten etwas anfangen können. Bääm, welcome back!


HOT OF THE MONTH


REDSHARK – Digital race (2022)

Bewertung: 8,4 von 10 Punkten

Dieser Mix aus Speed und traditionellem Hartweizengrieß ist mehr als nur hörenswert, die Gitarrenläufe sind messerscharf, die Rhytmussektion timingsicher, was alles in allem bedeutet, dass jeder, der mit besagten Attributen etwas anfangen kann, sich dieses herrliche Stück Metall ins Regal wuchten sollte.


PREMIUM CD TIP


8 KALACAS - Fronteras (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

8 KALACAS sind nicht ganz so assi wie Brujeria aber auch nicht so harmlos wie diverse schnieke gekleidete Salz/Pfeffer - 69er - Rudeboys. Hier herrscht schon deftiges Gitarren / Drum - Chaos und ungebremste Posaunen - Wildheit. Trotzdem ist man geneigt ständig relaxt vor sich hin zu grinsen um den Alltagsstress mit kühlen Antihitzegetränken zu vergessen. Eben nur nicht mit fruchtigen Cocktails oder ein paar Bierchen, eher mit Tequila oder anderen hochprozentigen Billigsuff


RESTMÜLL DES MONATS


MOONLIGHT HAZE – Animus (2022)

Bewertung: 4,0 von 10 Punkten

Wem kürzlich ein unmenschlicher Schrei aus Richtung Schwabistan zu Ohren kam, der an eine Mischung aus Godzilla, Chris Barnes und dem Rancor erinnerte, dem sei erklärt: Das war ich. Denn mein Metal-Raumschiff ist einmal mehr unglücklich mit dem Planeten Traellos Elsos Alpha kollidiert.


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