Wow, das war mal ein spannender Monat! Unser Chef hatte sein Corona Debüt, die Eintracht aus Frankfurt deklassierte Barca und auch musikalisch hatte der Ostermonat so einiges zu bieten!

Wenig überraschend, dass die Evil Invaders mit ihrem dritten Album das Feld von hinten aufrollten, ebenso die obere Platzierung von Meshuggah ist keine Überraschung, dafür aber der dritte Platz von Manegarm, denn eigentlich hatten wir erwartet, Watain weiter oben zu sehen, doch da waren es nicht genügend Stimmen in der Redaktion. Soll vorkommen…

Ansonsten gab es im zurückliegenden Monat viele bekannte Gesichter und ein paar extrem spannende Newcomer wie Misfire, Introtyl oder The Troops of doom. Und unsere Mosh Könige aus Frankfurt…ups…Barcelona Crisix haben sich den Batch als Premium Tip mit ihrem Rundumschlag namens „Full HD“ ebenfalls mehr als redlich verdient.

Lohnt sich also, mal bei uns reinzuschauen und ein wenig Revue passieren zu lassen. Cheerz bis Mai!


TOP 15 - APRIL 2021



EVIL INVADERS – Shattering Reflection (2022)

Bewertung: 10,0 von 10 Punkten

Es heißt ja immer, das dritte Album einer Band würde für ihren weiteren Erfolg entscheidend sein. Nun, mit dem Ding hier können sich EVIL INVADERS lässig zurücklehnen, und das eine oder andere dieser leckeren belgischen Biere in ihre Schlünde plätschern lassen. Ich kann nicht anders, als jedem Fan von klassischem Heavy und Speed Metal dieses Album ans eiserne Herz zu legen.

MESHUGGAH - Immutable (2022)

Bewertung: [(7²+√sin(π:2)]:5 von 10 Punkten

Auch wenn sich dieses unmenschliche Stropfenkaskadenkomando nur auf das Wesentlichste reduzieren würde, wäre noch mehr als genug zum tagelangen Kopfzerbrechen übrig. Für Fans ein Muss und sicherlich auch eine Wohltat, für Neulinge bedarf es da noch eine etwas längere Eingewöhnungsphase sowie Nervenstärke. 

MÅNEGARM – Ynglingaättens Öde (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

MÅNEGARM haben sich mit diesem Mammutwerk endgültig die gebührende Krone aufs kampferprobte Haupt gesetzt und thronen als Könige mit sehr weitem Abstand vor der Konkurrenz über dieses Genre! Unbedingte Kaufempfehlung und die erste Höchstwertung in diesem Jahr!


BEST OF THE REST


WATAIN – The Agony & Ecstasy of Watain (2022)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Ob „The Agony & Ecstasy Of Watain„ in unserer schnelllebigen Zeit das Zeug zum unsterblichen Klassiker hat, welcher sich in der Diskografie nahtlos direkt hinter die ersten vier Alben einreihen kann, wird man wohl endgültig erst in ein paar Jahren beurteilen können. Alle Zeichen dafür stehen aus momentaner Sicht jedenfalls völlig auf Sturm und somit muss ich für diesen pechrabenschwarzen Auswurf, nichts anderes als die Höchstwertung zücken! Extrem geiles Teil! Welcome back WATAIN!

WOLF - Shadowland (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Wolf haben ihrer bislang bereits mehr als beeindruckenden Discographie mit „Shadowland“ die Krone aufgesetzt, was bei einem Bandbestehen von nunmehr 27 Jahren beweist, wie man sich Enthusiasmus und Spielfreude über fast drei Jahrzehnte bewahren und noch weiter perfektionieren kann. Für mich ist dieses Album das Beste der schwedischen Wölfe und schon jetzt ein sicherer Kandidat für die Jahresendabrechnung. Skol!

SENTIENT HORROR – Rites of gore (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Sentient Horror fetzen zu jedem Zeitpunkt, machen Spaß, rasieren einem die Rübe und allein durch die großartige Version des Entombed Klassikers „Supposed to rot“ ist ein Kauf mehr als gerechtfertigt. Die Amis sind einfach eine verdammt geile Band! Punkt!

PURGATORY – Apotheosis Of Anti Light (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

PURGATORY besteigen mit „Apotheosis Of Anti Light“ völlig verdient den deutschen Death Metal Thron und liefern einen ganz heißen Anwärter für das Death Metal Album des Jahres 2022 ab. Ganz ehrlich: Was soll denn hier jetzt bitteschön noch kommen? Verdient hätten es die Jungs allemal! Ein ganz, ganz großes Album! Ich bin hin und weg! Unbedingte Kaufempfehlung!

CROSSPLANE – Fastlane (2022)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Und dann ist es auch schon wieder Zeit, das Album noch mal zu hören. Wer auf MOTÖRHEAD steht und/oder die neueren norwegischen Benzinverheizer THE GASÖLINES und PAIN CITY abfeiert, und Bier, Benzin und Rock’n’Roll als tägliche Dosis benötigt, sollte hier definitiv das nötige Kleingeld zusammenkratzen, um „Fastlane“ in die heimische Sammlung zu intergieren. Und ich verspreche Euch, das Ding wird definitiv keinen Staub ansetzen.

THE SPIRIT – Of clarity and galactic structures (2022)

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

„Of clarity and galactic structures“ ist ein sehr ambitioniertes, facettenreiches Kunstwerk. Und wie das mit Kunst manchmal so ist, erkennt der Betrachter zwar schnell, dass er etwas Besonderes vor sich hat, braucht jedoch hin und wieder, um alle Details zu erfassen um das Werk am Ende dann vollumfänglich genießen und schätzen zu können.

DIE APOKALYPTISCHEN REITER – Wilde Kinder (2022)

Bewertung: 9,2 von 10 Punkten

Man merkt in jeder Faser von „Wilde Kinder“ dass die Reiter richtig Bock haben und die schwere Zeit der Isolation und der leeren Bühnen hinter sich gelassen haben, um neue Abenteuer zu erleben. Es ist keinem zu verübeln, wer sich mit dem experimentellen Vorgänger „The Divine Horsemen“ schwergetan hat, aber spätestens mit „Wilde Kinder“ melden sich die Reiter in gewohnter Stärke zurück und wissen zu überzeugen. Absolute Empfehlung!

ALUNAH – Strange Machine (2022

Bewertung: 9,2 von 10 Punkten

Eine unglaubliches, riffgewaltiges Album, das bis zum Schluss mit einer Menge Überraschungen aufwartet und stilecht klingt. Songwriting und Sound wissen zu überzeugen.

VAMACARA – Cosmic Fires – The Enlightement Reversed (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Ein wilder und chaotischer musikalischer Ritt, welcher verwirrend und inspirierend zugleich sein kann. Jegliche Skepsis, die ich am Anfang hatte sind wie weggepustet. Der Stilmix geht vollkommen auf und vernachlässigt dabei keine Nuance des jeweiligen Genres, was bei so einigen Black Metal Mischstilen manchmal mit der Hand auf Herz doch der Fall ist. Hier sucht man nicht im dunklen Dickicht nach dem Zusatz, hier ist alles eine gesamte funktionierende musikalische Einheit. 

MISFIRE – Sympathy for the ignorant (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Alte Lachsforelle, was für ein gigantischer Tritt in die Fresse! So kann man auch schon mal ein Review beginnen, nachdem man die weit verstreuten Stücke seine Kinnlade vom Schreibtisch aufgesammelt hat, nachdem sie aufgrund dieses Riffgewitters krachend in die Tiefe stürzen MUSSTE! Who the fuck sind Misfire??? Wer sind diese ungehobelten Bengels, die sich für diesen wohlfeilend Akt der musikalischen Körperverletzung verantwortlich zeigen?

INTROTYL – Adfectus (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

„Adfectus“ ist eine tour de force brutaler, doch auch technischer Death Metal, der zu keiner Sekunde irgendeine Anbiederung an melodische oder ähnliche getackerte Auswüchse dieses Genres aufzeigt. Es geht mit Vollgas auf die Glocke, und das auch noch mit technischer Perfektion. Mit diesem Album zeigen die Damen von INTROTYL, wo der Mops seine Schlittschuhe kauft.

AUDREY HORNE – Devil’s bell (2022)

Bewertung: 8,9 von 10 Punkten

Natürlich werden Audrey Horne nie wieder ein Meisterwerk wie „Le Fol“ veröffentlichen, doch „Devil’s bell“ hat allein kompositorisch durchaus das Zeug dazu, am Nimbus dieser Überscheibe zu kratzen. Verdammt starkes Album, welches sich durchaus als Soundtrack für lauschige Sonnenabende mit einem gepflegten Kaltgetränk empfiehlt.


PREMIUM CD TIP


CRISIX – Full HD (2022)

Bewertung: 9,3 von 10 Punkten

Bei jedem Song geht es einfach geradeaus, ohne nach links oder rechts zu gucken. Nur Vollgas, Vollgas, Vollgas und das aber mit Sinn, Verstand und vor allem Herz, denn dieser Art von Thrash würde nicht einmal ansatzweise so klingen wie er klingt, wenn da irgendwelche Hansels blutleeren Scheiß spielen würden.


HOT OF THE MONTH


THE TROOPS OF DOOM – Antichrist reborn (2022)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Das Album strotzt vor Hits, die man sofort mitbrüllen kann, ist hammerhart produziert und gerade der Drumsound ist so knackig, wie ein frisch gepflückter Apfel. Dazu brüllt sich Fronter Alex Kafer so herrlich angepisst durchs Unterholz, dass man das Cavalera Mäxchen vor Angst unter dem Fliesentisch suchen muss. Mit solchen Alben hat man in den Achtzigern Weltkarrieren begründet. Es bleibt zu hoffen, dass die Jungs weitermachen und es nicht bei dieser großartigen Eintagsfliege bleiben wird.


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