Dit is ja mal nen Ding! Noch nie war sich unsere Redaktion so einig bei der Wahl zur CD des Monats! Die Institution Carcass hat demnach sauber abgeliefert und den Großteil unserer Kollegen mit ins Boot geholt. Darauf erstmal nen Gürkchen! Aber auch Platz 2 für Aborted spricht für eine gepflegte todesbleiernde Schlagseite, wo hingegen der dritte Platz für die teutonische Thrash Legende Paradox von extrem gutem Geschmack für hervorragende Musik zeugt. Und sonst so?

Die von unserem Chef mit einer 11 ausgestatteten Exxperior dürfen natürlich diesen Monat ebenso wenig fehlen wie die neuen Alben von Portrait, Rivers of Nihil, Criminal, den Charstürmern Brainstorm und Rage sowie schwarz geräuchertes der Marke Apophis und Runespell.

Den Südafrikanern von Vulvodynia gebührt die Ehre des „Hot of the month“ Siegels, wo hingegen relativ Unbekanntes der Marke The Gasölines sehr überraschend ebenfalls in die Phalanx der Etablierten einbrechen konnte. Dazu gesellen sich noch Portrait, The night flight orchestra, A pale horse named death, die Deathcore Institution Carnifex, sowie die von der Metal Polizei verschmähten We butter the bread with butter, die nicht nur den Chef restlos überzeugten.

Vielleicht vermisst Ihr in diesem Monat unseren Restmüll, doch es gab tatsächlich keine Platte, die so schlecht gewesen wäre, dass man sie mit diesem Stempel hätte versehen müssen. Finden wir, irgendwie, sehr gut und löblich:

Eine recht saubere und durch die Bank weg abwechslungsreiche Mischung in diesem September, die auf einen heißen Herbst hindeutet und, so viel sei schon verraten, im Oktober für weitaus mehr als 15 Alben sorgen wird. In diesem Sinne, ab in die Rinne und viel Spaß beim Hören!


TOP 15 - SEPTEMBER 2021



CARCASS – Torn arteries (2021)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Leckt mir doch die Füße, ich liebe „Torn arteries“, wie eigentlich alles von Carcass, da jedes Album einen eigenen Stil aufweist, immer wieder neue Nuancen bietet und eine Band präsentiert, die nicht stillsteht, sondern sich vielmehr immer wieder aufs Neues ausprobiert. Für mich definitiv einer der Kandidaten für einen der vorderen Plätze in der Jahresendabrechnung! Darauf erstmal eine Zucchini, Ihr Luschen!


ABORTED – Maniacult (2021)

Bewertung: 8,9 von 10 Punkten

Wer sich also mal wieder richtig die Gehörgänge freifräsen lassen will, auf recht abwechslungsreiche Weise und mit Raffinesse, der sollte sich das elfte Studioalbum der belgisch/amerikanisch/italienischen Grindwalze ABORTED in die heimische Metzelstube wuchten.


PARADOX – Heresy II – End of a legend (2021)

Bewertung: 10,0 von 10 Punkten

Dieses Album ist ein Vermächtnis, eine Hommage an alte Zeiten und gleichzeitig ein Aufbruch in eine strahlende Zukunft für eine Band, die mit dem deutschen Metal so tief verankert ist, wie Spongebob mit Patrick, Ying mit Yang und Döner mit alles! Geniales Meisterwerk, ohne Wenn und Aber!


PREMIUM CD TIP


EXXPERIOR – Escalating conflicts (2021)

Bewertung: 11 von 10 Punkten

Ich glaube epochal trifft es hier am ehesten, denn „Escalating conflicts“ ist solch ein unfassbares Meisterwerk, welches noch nie veröffentlicht wurde und welches es in Zukunft zu überspringen gilt, was ich für schier unmöglich halte.


HOT OF THE MONTH


VULVODYNIA - Praenuntius Infiniti (2021)

Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Im vierten Album der südafrikanischen Todesbringer haben wir hier feinsten und technisch hoch versierten Death Metal. Ich würde sie schon eher auf die Brutal oder Deathcore Schiene stellen. Sauber getaktete Parts aus fiesen Blastbeats und drückenden langsamen Passagen, derbe schwere Gitarren und abrundende Synth im Hintergrund, geben einen perfekten Teppich für eine Stimme, welche einem die Haut vom lebendigen Leib schält.


BEST OF THE REST


WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER – Das Album (2021)

Bewertung: 10 von 10 Punkten

Tobi ist wieder zurück und hat auch das Monster aus dem Schrank geholt. Eingefleischte Fans wissen spätestens jetzt, um welche Band es sich handelt. We Butter The Bread With Butter - Das Album ist auch das Album! Und man hört, wo fünf - drei zu viel sind. Nämlich wenn man von einem Duo spricht - Ja sie sind wieder nur zu zweit!!! Und man bekommt sofort mit wo es anknüpft, nämlich an dem Tag, an dem die Welt unterging. Und jetzt "DREH AUF!"

The Night Flight Orchestra – Aeromantic II (2021)

Bewertung: 9,6 von 10 Punkten

Die Schweden machen auf der neuen Langrille einfach da weiter, wo sie beim Vorgänger aufgehört haben. Songs wie „Burn for me“, „Midnight Marvelous“ oder „White Jeans“ fräsen sich sofort ins Kleinhirn. Mir macht die Scheibe einfach nur riesig viel Spaß. Also dann los …. Party on!

BRAINSTORM – Wall of skulls (2021)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

In meinen Augen und für meine Ohren haben Brainstorm hier eines ihrer besten Alben veröffentlicht, welches die Charts locker erklimmen und für immense Freude bei der Band und deren alten und vielleicht auch neuen Anhängern sorgen wird. Die Regler auf rechts, Position einnehmen, die Lufzgitarre stimmen und abgehen, denn das ist es, was “Wall of skulls” ausmacht. Chapeau in den Süden unserer Republik.

RIVERS OF NIHIL – The work (2021)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

„The work“ ist für mich das kompletteste, abwechslungsreichste und vor allem tiefgründigste Album von Rivers of Nihil und wird den bereits vorhandenen Heldenstatus innerhalb der Szene noch weiter untermauern. Und das völlig zurecht, da hier Musiker am Werk sind die es verstehen, ihre Gefühle, Ängste und persönliche Geschichten in mitreißende Musik zu verpacken, ohne pathetisch oder aufgesetzt zu wirken.

RUNESPELL – Verses in Regicide (2021)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Ich weiß nicht, wie Solokünstler Nightwolf das gemacht hat, aber bereits mit dem ersten Ton der bereits 4. Scheibe wirft mich RUNESPELL in Sphären fernab dieser Welt. Ich bin gefangen in einer Dunstglocke aus schleppender Atmosphäre, drückender Melancholie und heftig geilen Riffs, die sich in die Gehörgänge kloppen und manifestieren.

THE GASÖLINES – Cannonball Run (2021)

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Wer eine ordentliche Breitseite dreckigen Hard Rocks/Punkrocks vertragen kann, der so zwischen MOTÖRHEAD, THE RAMONES und MISFITS liegt, mit einer heftigen Portion thrashy Punk garniert, der straight auf den Punkt gespielt ist, der sollte hier schleunigst zusehen, sich ein Exemplar dieser Bratpfanne in die gute Stube zu holen.

PORTRAIT – At one with none (2021)

Bewertung: 8,7 von 10 Punkten

Von schnell, über getragen, midtempo, bis hin zu etwas ruhigeren Tönen decken die Jungs aus Kristianstad sämtliche im Metal auftretende Tempi ab, was zu einem herrlichen Abwechslungsreichtum führt, den man von einer oldschooligen Metal Band wie Portrait eine ist, nicht unbedingt von vornherein erwarten könnte.

RAGE – Resurrection day (2021)

Bewertung: 8,6 von 10 Punkten

Auch musikalisch hat das Herner Urgestein eine mächtige Schippe draufgelegt und somit vielen jüngeren Bands eindrucksvoll gezeigt, wie man nach solch einer langen Karriere dennoch den Jungspunden die Grenzen aufzeigt. Fette Riffs, schnelle Passagen, so ist ”Resurrection day” in seiner Gesamtheit geschlossen, spannend und eine unbedingte Empfehlung für einen fetten metallischen Hörgenuss, der wohltuend an alte Tage erinnert.

CARNIFEX – Graveside confessions (2021)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Die Scharfrichter aus Kalifornien zeigen auch nach dem Abgang von Gitarrist Jordan Lockrey wo der Frosch die Locken hat. Demzufolge zum Quartett geschrumpft, wissen die Herren auch auf Album acht ihrer Laufbahn immer noch, wie man auch im Deathcore Sektor frische Akzente setzen kann. So kommt die dunkle Seite der Band immer eindeutiger zum Vorschein.

APOPHIS – Excess (2021)

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Wem AMON AMARTH mittlerweile zu ausgelutscht und stumpf geworden sind, der bekommt hier etwas einfallsreichere Kost, mit etwas old school Atmosphäre verpasst, auch wenn irgendwo das Gespür zu den großen Melodien fehlt. Live wird das Ding zünden.

CRIMINAL - Sacrificio (2021)

Bewertung: 8,4 von 10 Punkten

Ja, „Sacrificio“ macht unbändig Laune, zeigt Criminal in einer bestechenden Form und diesmal kann ich im Gegensatz zu meinem letztmaligen Verriss mit Fug und Recht behaupten, meine Sympathien für das rasende Quartett wiedergefunden zu haben. Reinhören lohnt sich für Fans oben genannter Bands ebenso, wie für Freunde eines gepflegten Schlags ins Kontor, denn davon gibt es hier mehr als reichlich!

A PALE HORSE NAMED DEATH – Infernum In Terra (2021)

Bewertung: 8,4 von 10 Punkten

Alles in allem, A PALE HORSE NAMED DEATH haben mich mit „Infernum In Terra“ positiv überrascht. Die Band hat praktisch alles, was ich am Vorgänger bemängelt hatte, in die Schranken gewiesen, und ein recht wuchtiges, eindringliches Doom Metal Album auf die Menschheit losgelassen. Ich bin ein wenig entzückt.


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