Willkommen zum zweiten Monat des immer noch Corona-verseuchten Jahres 2021 und Hellcome zu unserem Monthly Warfare, der in diesem Monat so abwechslungsreich wie selten war und ist. Aber der Reihe nach.

Hätte Irgendwer jemals gedacht, dass sich zwischen The ruins of beverast, den rasenden Blackies von Wolves of perdition und den katalanischen Speedfreaks von Angelus Apatrida solch ein gestandener Recke wie Alice Cooper zwischenmogeln würde? Richtig, wir auch nicht, doch der Gute hat es mit „Detroit stories“ mehr als nur verdient. Ansonsten gibt es Jazz Metal, neue und aufregende Bands wie die Argentinier von Los Males del mundo und die Eidgenossen von Irony of Fate, unser Tip des Monats. Einen Ohrenkrebs verursachenden Tip haben wir selbstverständlich auch wieder im Petto, aber lest selbst.

Achja…die alten Heroen von Wizard dürfen sich aufgrund der ausschweifenden Promokampagne unseres Maiks innerhalb der Redaktion in diesem Monat den Orden der CD des Monats ans Revers heften und beweisen: Heavy Metal ist quiecklebendig!

Es war ein starker Monat mit sage und schreibe 108 Reviews und wir glauben, eine schöne Auswahl für unseren Monthly Warfare gefunden zu haben und freuen uns bereits jetzt auf viele weitere spannende Veröffentlichungen in den nächsten Monaten. Glaubt uns, wir konnten schon viel hören und wissen, was da auf uns zugerollt kommt. In diesem Sinne…haltet durch und bleibt gesund!


TOP 15 – FEBRUAR 2020


WIZARD – Metal In My Head (2021) - 10 Punkte

„Metal In My Head“ bietet nichts, was nicht in irgendeiner Form schon mal dagewesen ist, aber wie es zusammengesetzt und präsentiert wird, wie genial die Balance zwischen Tradition und Frische umgesetzt wird, ist einfach phänomenal. Da können mir alle HAMMERFALLs und SABATONs der Welt den Buckel herunterrutschen. Und ich versteige mich hier zum ersten Mal dieses Jahr zur Höchstnote.


THE RUINS OF BEVERAST – The Thule Grimoires (2021) - 10 Punkte

Und so braucht es ein paar Durchläufe, bis man wirklich Zugang zu „The Thule Grimoires“ bekommt und seine Genialität wirklich voll zu schätzen weiß. Dann ist das Album aber eine wahre Schatztruhe an abwechslungsreichen Songwriting-Ideen. Langweilig wird dem Hörer bestimmt nicht. Eine konstante und auffällige Änderung im Sound von THE RUINS OF BEVERAST ist die stärkere Präsenz von Cleangesang, der der Musik einen gewissen Gothic-Touch verleiht.

MALICE DIVINE – Malice Divine (2021) - 9,6 Punkte

Für weitere Überraschungen sorgen zusätzlich auch doomige und thrashige Facetten, die Malice Divine umfassend in ihrer kompletten Stärke reflektieren. So gehört “Malice Divine” gewiss schon jetzt zu den Ausnahmealben in diesem Jahr, ein Album welches exzellenten melodischen Black/Death Metal zeigt, der sich vor Größen wie Mörk Gryning, sehr frühen Naglfar und ebenso vor Immortal und Dissection keineswegs verstecken braucht.

ANGELUS APATRIDA – Angelus Apatrida (2021) - 9,5 Punkte

Mit ihrem neuen Album werden sich Angelus Apatrida an die Spitze der europäischen Thrash Szene setzen und endlich aus der kleinen Nische des Nichtbeachtens heraustreten, viele Musikfreunde hinter sich vereinen, die vorher vielleicht nichts mit der Truppe anzufangen wussten und für absolute Begeisterung im Moshpit sorgen, sei es Corona-bedingt in den eigenen vier Wänden oder irgendwann wieder auf einem, hoffentlich nicht von Eventim verseuchten Konzert. Großartiges Album!

ALICE COOPER – Detroit stories (2021) - 9,5 Punkte

Ja, Alice Cooper kann es immer noch, zeigt vielen seiner ehemaligen Mitstreitern eine lange Nase und legt ein solch facettenreiches und gigantisch tolles Album vor, welches durchaus in 20 Jahren Klassiker Status erreichen könnte. Ich reihe mit in die Wayne Campbells und Garth Algars dieser Welt ein, wenn ich vor Ehrfurcht mein Haupt neige und verstohlen stammel: Ich bin Staub, ich bin Asche, ich bin ein Wurm!

FIVE THE HIEROPHANT – Through Aureate Void (2021) - 9,4 Punkte

Five The Hierophant, sind zweifelsohne eine Ausnahmeband in dem Genre, nach dem starken Debutalbum von 2017, setzen die Londoner Düsterschergen nochmals einen drauf, überraschen noch deutlicher mit einer stimmigen Jazzvertonung, die mal fließend, mal etwas sperriger aus den Boxen quillt. Dabei aber in höchstem Maße ein Kleinod am Horizont darstellt. Ganz großes Kino

LOS MALES DEL MUNDO – Descent Towards Death (2021) - 9,0 Punkte

Los Males del Mundo präsentieren mit ihrem Debüt einen saustarken Eindruck. Egal ob Songwriting, Gesangsqualität, Gitarrensoli, Atmosphäre, Sound oder auch Artwork – hier stimmt nahezu alles. Wer nicht davor scheut, über musikalische Tellerränder zu schauen, darf sich mit „Descent Towards Death“ in eine dunkle und packende Welt fallen lassen.

DAYGLO MOURNING – Dead Star (2021) - 9,0 Punkte

Zum 5-jährigen Bestehen rücken DayGlo Mourning gleich mal eine neue Platte raus. Sechs Titel mit einer Gesamtlänge von 35 Minuten, sind definitiv nicht ausreichend, wenn man die Platte einmal durchgehört hat. Die dreiköpfige Band liefert eine fette Scheibe ab. Das Genre hätte diesmal nicht treffender sein können. Soundtechnisch befindet wir uns eindeutig im Doombereich. Die Art und Weise des Spielens ist Stoner.

BONFIRE – Roots (Almost unplugged) (2021) - 9,0 Punkte

Mir macht die Scheibe gnadenlos Spaß, auch wenn meine Frau im Hintergrund immer irgendwas von „Lala-Mucke“ schwafelte und ich sie für die Dauer dieser tollen 24 Songs einfach mal geflissentlich ignorierte. Danke Bonfire für diesen tollen Ausflug in meine Jugend!

WOLVES OF PERDITION – Ferocious Blasphemic Warfare (2021) - 8,9 Punkte

Einziges Manko ist eventuell die Tatsache, dass die Band auf dem Album ohne Pause durchballert (sieht man von In- und Outro ab). Das könnte für so manchen von euch auf Dauer recht anstrengend sein. Schafft man es aber, kontinuierlich am Ball (der Musik) zu bleiben, wird man mit einer vorzüglich produzierten, furchteinflößenden und trotzdem hochmelodiösen Schlachteplatte entlohnt.

IMMORTAL GUARDIAN – Psychosomatic (2021) - 8,8 Punkte

Melodic Metal- Fans kann ich dieses Album nur empfehlen, insbesondere, wenn sie auch der progressiven Schiene nicht abgeneigt sind.  Die 52 Minuten vergehen wie im Fluge, und werden in keiner Sekunde langweilig.

PARANORM – Empyrean (2021) - 8,8 Punkte

Das ist natürlich jetzt Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt setzen sich PARANORM doch angenehm ab, und obwohl Elemente des Melodic Death Metal und – durch den Gesang- Black Metal gewissen Standards folgen, ist die Mischung aus treibendem Sound und hoher technischer Raffinesse doch recht reizvoll. Man kann hier gut drauf abgehen, man kann aber auch entspannt zuhören, und fasziniert den Gitarrenläufen folgen.

DURBIN – The Beast Awakens (2021) - 8,8 Punkte

Dennoch kann ich sagen, dass das Album doch ziemlich gut geworden ist. Ob es der Prinz dann irgendwann mal zur Krönung schafft, wird die Zukunft zeigen. Genug Eier dafür hat er auf jeden Fall.

EPICA – Omega (2021) - 8,8 Punkte

Mir persönlich ist die ganze Sache dann allerdings auf Dauer doch etwas zu überladen, und ich denke mal, dem normalen Headbanger geht es ebenso. Der persönliche Geschmack sollte allerdings nicht das alleinige Kriterium sein. Wer also bombastisch-epischen Metal mag, der in ein Gemisch aus Musical-Glamour, Monumentalfilmmusik, barocken Glanz und heroisch-majestätischen Hymnen eingebettet ist, sollte hier definitiv einmal reinhören.

FESKARN – Raven’s way (2021) - 8,6 Punkte

Was anfangs nach einem derben Verriss duftete, entpuppte sich mit fortwährender Spieldauer als faustdicke Überraschung, denn man merkt während des gesamten Albums seine tiefe Verbundenheit zur Natur und zur nordischen Mythologie an, die niemals aufgesetzt wirkt. Zum Nebenbeihören eignet sich „Raven’s way“ wenig, vielmehr sollte man bei der nächsten Sommersonnenwende nackt ums Lagerfeuer tanzen, das Methorn kreisen lassen und ein halbes Rentier verspeisen.


PREMIUM CD TIP


IOTUNN – Access all worlds (2021) - 10 Punkte

Natürlich gibt es auch einen arschvoll großartiger Death Metal Riffs, die fantastisch von Fredrik Nordström in seinem Studio Fredman knüppelhart in Szene gesetzt wurden und auch die letzten Zweifler davon überzeugen sollten, diesem opulenten und ausschweifenden Meisterwerk mindestens mal ein Ohr zu leihen und sich begeistern zu lassen, so wie es das bei mir tat. Nein, alles andere als die Höchstnote hätte „Access all worlds“ nicht verdient.


HOT OF THE MONTH


IRONY OF FATE – Wicked & divine (2021) - 9,0 Punkte

„Wicked & divine“ zeigt allen Altvorderen, wo Bartel den Most herholt, und bläst zur Wachablösung kräftig ins Alphorn. Dieser extrem ansteckende Mix aus Melo Death und Thrash, gepaart mit einer großartigen Stimme, hat das Potential zu einem echten Erfolgsmodel zu werden. Irony of fate haben sich mit einem Gewittersturm ins Rampenlicht katapultiert


WASTE OF THE MONTH


UNDER A SPELL – The chosen one (2021) - 1,5 Punkte

Vielmehr ist das, was da aus den Boxen quillt nicht einmal 6.Klasse Schulband Grundschul-Niveau und so unfassbar asynchron zu der immer tiefer bohrenden Quäkstimme des weißgetünchten Front-Frosches, der scheinbar wirklich unter einem Fluch steht, denn anders ist diese stimmliche Folter kaum zu erklären.



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