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Masse und Klasse - Der Jahresrückblick 2020


Es war am Jahresende tatsächlich schwierig, all die guten bis fantastischen Alben in eine Top 10 zu pressen, denn es hätte bei mir auch locker eine Top 20 oder sogar 30 werden können. In dieser beschissenen Corona Zeit haben sich die Bands alle Mühe gegeben und all ihr Potential in die Waagschale geworfen, was zumindest musikalisch zu vielen Highlight in diesem Seuchenjahr führte.

Nichtsdestotrotz musste ich mich für zehn Scheiben entscheiden und ich glaube, einen guten Querschnitt erwischt zu haben. Und auch wenn viele andere von Euch behaupten, dass 2020 musikalisch langweilig oder gar schlecht war, dem schleudere ich meine Verachtung entgegen und sage ganz laut: BUH! Hier meine Jahreshighlights 2020.


Alben des Jahres 2020

01. IN EXTREMO – Kompass zur Sonne
02. BENEDICTION – Scriptures
03. ONSLAUGHT – Generation antichrist
04. SORCERER – Lamenting of the innocent
05. DÉCEMBRE NOIR – The renaissance of hope
06. LIK – Misanthropic breed
07. SOLSTAFIR - Endless twilight of codependent love
08. INSIDIOUS DISEASE – After death
09. NECROPHOBIC – Dawn of the damned
10. DARK FORTRESS – Spectres from the old world


Die Bonus-Bomben des Jahres 2020

Die Bonus-Bomben des Jahres 2020 Trotz des oben beschrieben Umstandes gab es noch einen ganzen arschvoll anderer großartiger Scheiben für mich, die ich auch gerne erwähnen möchte. Here we go!

TETHRA – Empire of the void
HELL:ON – Scythian stamm
SARCATOR – S-T (2020)
ENSLAVED - Utgard
SLAUGHTERDAY – Ancient death triumph
COMMUNIC – Hiding from the world (2020)
KADAVERFICKER – Nekros kaos kosmos
HORN - Mohngang
NIGHT IN GALES – Downlight garden
NYKTOPHOBIA – What lasts forever
SOUL GRINDER – Chronicles of deacy
CARACH ANGREN – Franckensteina strataemontanus
TRISTWOOD – Blackcrowned majesty
BENIGHTED – Obscene repressed
CENTINEX – Death in pieces
TYRANT - Hereafter
DESTRUCTION – Born to thrash
TESTAMENT – Titans of creation
CLOVEN HOOF – Age of steel
SOULWOUND – The suffering
GRINDPAD - Violence
HEAVEN SHALL BURN – Of truth and sacrifice
ANNIHILATOR – Ballistic, sadistic
SCHIZOPHRENIA – Voices
MY DYING BRIDE – The ghost of Orion
BERZERKER LEGION – Obliterate the weak
BONDED – Rest in violence
DISBELIEF – The ground collapses
STALLION – Slaves of time
AMBUSH – Infidel
SABIENDAS – Repulsive transgression
SINISTER – Deformation of the holy real
WARBRINGER – Weapons of tomorrow
HAVOK - V
NERVE SAW - Peril
MACBETH – Gedankenwächter
SEPULTURA – Quadra
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Aeromantic
WE SELL THE DEAD – Black sleep
ROSS THE BOSS – Born of fire


KONZERTE / GIGS DES JAHRES 2020

Gleich zu Beginn des neuen Jahres begeisterten Damnation Defaced mit ihrem Auftritt im Hamburger Planetarium. Neben dieser ungewöhnlichen Spielstätte erlebte ich das wohl nüchternste Death Metal Konzert ever. Grandios!

The Bay Area strikes Back – Nunja, Testament waren ein wenig business as usual, dafür haben aber die Todesengel und Exodus gnadenlos abgeräumt und vor allem hat man Gary Holt mit jeder Bewegung angemerkt, wie geil er es findet, endlich wieder Tun und Lassen zu können, was er will. Fantastischer Abriss!

Ja, Deichkind sind kein Metal, aber Kunst! Was die Hamburger Elektro Punks an dem Abend im März im der Berliner Max-Schmeling-Halle anboten, war nicht von dieser Welt. Zu dem Song ein eigenes Bühnenbild, eine großartige Performnace und fast 3 Stunden Spielzeit. Ein absolutes Highlight ever!

Die ehemaligen ESC Gewinner Lordi hatten beim letzten Konzert vor dem Corona Lockdown noch einmal alles aufgefahren, um uns eine dicke Eier Rockshow in den Brägen zu ballern. Da zuckte mehr als einmal das Tanzbein enorm.

Danach war Dunkeltuten angesagt, da uns dieses verfickte Virus in die Knie zwang. Hoffen wir, dass 2021 in der Hinsicht wieder ein klein wenig normaler wird.


ÜBERRASCHUNGEN DES JAHRES 2020

Das es Annihilator noch draufhaben bewiesen die Kanadier Ende November des letzten Jahres bei ihrem fulminanten Konzert im Berliner Lido. Das der gute Jeff Waters mit seiner bärenstarken Crew dann allerdings mit „Ballistic, sadistic“ ein Album raushaut, welches direkt nach dem legendären Debüt hätte erscheinen können, ja vielleicht sogar müssen, lässt einem die Kinnlade auf Bodennähe herunterklappen und vor Freude frohlocken. Vielleicht das zweitbeste Album in der Karriere der Kanadier. Unerwartet, unfassbar großartig und mit viel Spielwitz und kompositorischer Größe.

In den vergangenen Jahren galt immer: Eine kack Scheibe, eine überragende und das im regelmäßigen Turnus. Diesen haben Sepultura nunmehr durchbrochen und nach „Machine messiah“ mit „Quadra“ sogar noch eine Steigerung hingelegt, die ich als alter Fan der Brasilianer so nicht mehr für möglich gehalten hätte.

Destruction haben ihren gefühlt siebenhundertsechsundsiebzigsten Frühling und hauen mit „Born to thrash“ so ein unfassbar geiles Live Album raus, vor dem sich sogar Slayer verneigen müssten. Diesen fulminanten Gig vom Party San noch einmal auf Konserve zu genießen, macht diese Corona Scheiße zwar nicht wett, lindert aber den Schmerz enorm…

Ja, Disbelief waren schon immer irgendwie anwesend, doch noch nie haben mich die Jungs so gepackt wie mit ihrem neuen Album. So hat ein fieser, dreckiger Death Metal Klumpen zu klingen und verdammt noch mal nicht anders!!

Um Goateswillen…,wenn mir vor 3 Jahren Jemand gesagt hätte, dass in einem meiner Jahrespolls irgendwann mal Ross the Boss auftauchen würde, hätte ich ihn mit 3 Stunden Celine Dion gezüchtigt. Doch was der Mitbegründer dieser unsäglichen Leder-Boys auf seinem vierten Soloalbum abgeliefert hat, fand mehr als einmal in diesem Jahr den Weg in meinen Player. Saustarker Metal, wie er besser fast nicht sein könnte.

Ich zitiere einfach mal aus meinem Review: „Ein großer Faktor bei mir war ebenfalls der Umstand, dass ich mehr als einmal Gänsehaut am ganzen Körper verzeichnen konnte. Beispielsweise Hetfields allein gesungenes „The unforgiven III“, das brillant umgesetzte „The day that never comes“, ja sogar das mir bis heute Plaque bescherende „Nothing else matters“ vermochten mir einen wohligen Schauer zu verpassen, den ich so nicht erwartet hätte. Ganz großes Kopfkino ist allerdings das von Scott Pringel, seines Zeichens erster Bassist der Symphoniker, vorgetragene „(Anesthesia) Pulling teeth“, dass selbst der hier geehrte und niemals vergessene Cliff Burton auf seiner Wolke sitzend mit wohlwollendem Kopfnicken quittiert haben sollte.“ Ja, Metallica haben mich in diesem Kackjahr echt wieder berührt…


NEWCOMER DES JAHRES 2020

Schizophrenia – Was die Jungspunde aus Antwerpen auf ihrem ersten Lebenszeichen namens „Voices“ abgeliefert haben, sprengt alles! Death/Thrash der feinsten Sorte und definitiv eine der heißesten neuen Bands. Von denen werden wir noch viel hören!

Annexation – Einmal live gesehen und schon begeistert gewesen. So verhielt es sich mit dem Berliner Thrash Kommando, die mich auch mit ihrem Debütalbum sofort abholten und niederstreckten. Eine Band, die man im Auge behalten MUSS!

Sarcator – Was die vier jungen Schweden auf ihrem Debüt „S-T“ für ein Feuerwerk abbrennen…meine Fresse! Fette Riffs, eine brillante Produktion, Schwung, Elan und immer mitten auf die 12. Bei solchen herausragenden Newcomern ist mir um die Zukunft der Szene zu keinem Moment bange.

Bonded- Wobei man bei Bernemann und Makka nicht unbedingt von Frischlingen sprechen kann. Dafür ist aber der Brocken namens „Rest in violence“ eine fette Thrash Handkante geworden, nach der sich ihr ehemaliger Chef die Finger lecken würde. Freischwimmer erfolgreich bestanden!

Nerve Saw – Finnland und Death Metal war bei mir immer ein wenig ein zweischneidiges Schwert, doch was das Trio auf seinem Debüt „Peril“ anbietet, ist Abwechslungsreichtum pur und mit das Interessanteste, was ich seit langem aus dem hohen Norden hören durfte.

Berzerker Legion – Da hat die alte Kinnbart-Zottellocke Jonny zusammen mit Bandchef Alwin und seiner Kohorte doch tatsächlich sein absolutes Meisterwerk erschaffen, welches trotz der exklusiven Zusammensetzung der Hauptprotagonisten hoffentlich ein Zweit-, Dritt-, Viertwerk folgen lassen wird. So hat fetter und räudiger Todesblei zu klingen und nicht anders!

Mnemocide – Lasst Euch von dem sperrigen Namen nicht irritieren. Die Eidgenossen haben mit Modern Metal so viel am Hut, wie Werder Bremen mit gutem Fußball. Vielmehr könnte man den Jungs aus Basel schon fast die Nachfolge Bolt Throwers ans Revers heften. Großartige Truppe, muss man im Auge behalten.

Martyr – Herrlich oldschooliger, speediger Teutonenstahl, der mitreißt und begeistert. Eine Band, die man sich als Fan der alten Zeiten abspeichern muss. Hoffentlich folgt bald eine vollständige Scheibe.



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